Reise nach Japan – so geht’s!

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Das Mekka für Videospieler: Tokyo

Japan – das Mekka für passionierte Videospieler. Dank meiner Frau Nina, einem bekennenden Japan-Nerd, durfte ich schon mehrere Male in das alltägliche Leben der strebsamen Menschen am anderen Ende der Welt hineinschnuppern. Für viele Europäer ist das Land der aufgehenden Sonne ein weit entferntes Mysterium verrückter Pop-Kultur und außergewöhnlicher Gewohnheiten von kleinen Menschen mit durchgehend schwarzen Haaren und einer gefühlten Größe von knapp einem Meter.

Zuerst einmal für alle, die noch mit einem Japan-Urlaub am hadern sind: Die Kosten für das gesamte Unternehmen „Nippon“ sind bei weitem nicht so teuer, wie es zahlreiche Gerüchte erzählen. Wer auf LCD-TVs im eigenen Zimmer verzichten kann und die morgendliche Dusche nicht im Diamanten-Bad verbringen muss, der findet in zahlreichen Ryokans (traditionell eingerichtete Hotels) günstige Alternativen.

Auch die Lebenserhaltungskosten lassen sich (noch!) durch den starken Euro-Yen Kurs ausgleichen – in einer Sushi-Bar werden die kleinen Kostbarkeiten für ca. 80 Cent pro Teller verkauft, das durchschnittliche MacDonalds Survival Paket kostet um die 4 Euro (und schmeckt um Welten besser als in Good Old Germany).

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Die Zimmer des Kimi Ryokan sind bequem und sauber: Eine preisgünstige Übernachtungsmöglichkeit in Mitten von Tokyo.

Eine der bekanntesten (…und auch in Reise-Führern angesagten) Unterbringungen in Tokyo ist das Kimi Ryokan in Mitten des schrillen und wild durcheinander gewürfelten Ikebukuro. Das Ryokan liegt in einer ruhigen Seitengasse und ist kaum 10 Minuten (Fußweg!) vom gigantischen Bahnhof entfernt. Die Inhaber kennen sich hervorragend mit Ausländern aus – schließlich ist das „Kimi“ beliebter Zwischenstop für Studenten, Urlauber und Workaholics aus aller Welt. Entsprechend gemischt ist das Publikum vor Ort: Chinesen, Koreaner, Amerikaner, Inder und viele Deutsche bewohnen die charmant, aber auch äußerst einfach bestückten Räume des Gebäudes.

Wer Luxus braucht, sollte fern bleiben: Die Zimmer dienen vor allem zum Schlafen und entspannen, sind aber extrem sauber und aufgeräumt – ebenso wie die Toiletten und Badezimmer, welche sich jeweils ein ganzes Stockwerk teilt. Im Erdgeschoss findet sich ein Gemeinschaftsraum mit Fernseher, aktuellen Zeitungen und kleiner Küche – im Gemeinschaftskühlschrank sind die wichtigsten Sachen schnell verstaut. Vor Diebstahl muss man in Japan übrigens keine Angst haben: In kaum einer anderen Großstadt wird so wenig geklaut, wie in Tokyo.

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"In Japan wachsen Controller von der Decke!"

Wer durch Ikeburo wandert, der stößt schnell auf das Sunshine-City Center: ein gigantischer Hochhaus-Komplex durchzogen von unterirdischen Geschäftstraßen, Wellness-Bereichen und einem eigenen Aquazoo in den obersten Stockwerken. Weitere Highlights sind der gigantische Bahnhof, von welchem man schnell in die weiteren Stadtteile Tokyos gelangt: Egal ob Shinjuku, Jugendviertel Shibuya oder Technik-Wonderland Akihabara – die Ringbahn fährt im Minutentakt, selbst Menschen ohne Japanisch-Kenntnisse finden sich schnell zurecht. Ikebukuro selbst begeistert durch Vielfalt: Wolkenkratzer, Parkflächen und jede Menge Einkaufsmöglichkeiten laden zum ausgiebigen Erforschen ein.

Für Zocker besonders interessant: In Ikebukuro gibt es die wohl meisten Big Camera Filialen in ganz Tokyo. In den mehrstöckigen Elektronikmärkten findet man alles, was das Nerd-Herz begehrt – von sündhaft teuren Fernsehern bis zu gigantischen Videospiel-Bibliotheken. In der Nähe des Sunshine City Centers gibt es zudem eine mehrstöckige Arcade, im Sunshine City Center selbst erwartet Zocker der lustige Themenpark Namja Town, welcher auf Namco-Charakteren beruht (Pacman!).

Englische Infos zu Ikebukuro finden sich hier!