Teutonen auf Tour durch Tokyo: Ueno

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Ueno AmeyokoNach den ganzen Videospiel-affinen Themen, wird es mal wieder Zeit für einen Beitrag zum Ursprungsland der Videospiele: Japan. In der Rubrik „Warp Zone: Japan“ findet Ihr (auch in Zukunft!) viele weitere Beiträge zum Land der aufgehenden Sonne – wenn möglich mit Game- oder Nerdbezug.

Der wohl gemütlichste Bezirk in ganz Tokyo: Zwischen dem riesigen Park (inklusive National-Museum, Kunst-Ausstellung und großer Zoo-Anlage) und den engen Gassen der Ameyoko darf man entweder gemütlich verweilen, oder auch hektisch einkaufen.

Erstes Anlaufziel nach dem hektischen Bahnhofstreiben sollte der Park sein: Ein Zoo-Besuch ist mit nur wenigen Yen ziemlich günstig und ist vor allem bei gutem Wetter eine Überlegung wert. Zwar gibt es außer Pandas und gigantischen Schildkröten nichts zu sehen, was es in Europa nicht auch geben würde – dafür ist die Anlage vor allem bei Sonnenschein der perfekte Ort, um mal genüßlich abzuschalten. Der verträumte See ist eine der wenigen, kleinen Oasen des inneren Friedens inTokyo.

DSCN0239Wer dagegen auf japanische Geschichte und eine ganze Handvoll verstaubter Nippon-Reliquien Wert legt, der kauft sich eine Karte für das National-Museum in der Nähe der östlichen Bahnhof-Pforte. Dafür erhält man Eintritt zu mehreren Gebäuden und einem schön gestalteten Außenbereich. Gamer erkennen zahlreiche Rsütungen und Waffen aus Spielen wie Onimusha, Ninja Gaiden oder der Dynastie Warriors-Serie wieder. Wem das immer noch nicht an kultureller Bereicherung genügt, der wirft einen Blick in das National Museum Of Nature and Science, oder das National Museum of Western Art.

0086Wahre Geeks und Nerds betreten einen der größten Spielzeugläden in Tokyo gleich gegenüber dem Bahnhof-Haupteingang: Yamashiroya! Hier gibt es wirklich alles, was auch nur irgendwie mit Mangas, Spielen und Zeichentrickfiguren zu tun hat. Selbst für Freunde amerikanischer Comic-Helden gibt es in den obersten Stockwerken ein kleines El Dorado an riesigen (und exquisit teuren) Figuren und kleinen Gadgets.

Egal ob Star Wars, Baseball-Stars im Mini-Format, deutsche Fußball-Helden als Plastik-Figuren, Super Mario Sticker, kolossale Nachbildungen der Aliens (H.R.Giger), Pokèmon, Berserk, Hollywood-Helden, McFarlane Figuren, Kultserien wie Knight Rider, Ghibli-Plüschtiere und Ghibli-Uhren, Ghibli-Pflanzenpötte, Ghibli-Puzzles und Ghibli-Poster – hier gibt’s zu jeder Thematik das passende Spielzeug.

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Sesamstraße im Farbenrausch: Wer errät Elmo's wirkliche Farbe?

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Akira Toriyama Fans fallen vor Freude aus allen Wolken: Kultige Dr. Slump Figuren und stilechte Kacke!

Totoro

Ghibli-Fans klagen in Japan schnell über Geldarmut: Totoros in allen Farben und Formen!

Auch deutsche Fußball Helden sind in Japan begehrt

Auch deutsche Fußball Helden sind in Japan begehrt

Kleiner Tipp am Rande: Das Treppenhaus ist nervig eng und die 8 Stockwerke (vor allem bei „Full House“!) alles andere als einfach zu durchstöbern. Deswegen sollte der geneigte Geek noch vor dem Gebäude nach dem Aufzug suchen und sich gleich ins achte Stockwerk begeben – die wunderliche Reise nach unten ist erheblich nerven- und muskelschonender.

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Typisch für Japan: Die Ameyoko ist ständig gefüllt mit Menschenmassen

Gleich neben dem Spielzeugladen beginnt die Ameyoko, eine langgezogene Einkaufsstraße mit zahlreichen Läden und vielen Marktständen, an denen frischer Fisch feilgeboten wird. Darunter so leckere Sachen wie Glubschi-Tentakel, Glubschi-Fischeier, oder einfach nur Glubschi pur. In kleinen Seitengassen finden sich winzige Shops für Schmuck, Platten, Taschen, Schuhe und Kurioses.

Ameyoko ist übrigens die Abkürzung für Ameya Yokocho – auf gut deutsch: Süßigkeiten Straße! Einst ein Schwarzmarkt für amerikanische Soldaten während des zweiten Weltkrieges, verkam das dichte Gewirr aus Straßen und Gassen schnell zum süßen Zauberland.

Ein Beispiel für Leckermäuler und unser liebster Sweets-Shop: Okashi-Land! Der Laden hört auf den Namen Nikinokashi („Süßigkeiten der zwei Bäume“) und ist selbst für Anfänger leicht zu finden. Für Langzeit-Urlauber und Deutschland-Vermisser perfekt: Hier gibt es von Rittersport bis Kinderschokolade jede Menge an deutschen, schmerzlich vermissten Süßigkeiten!

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Eine Seltenheit: Leckere Süßigkeiten in Japan

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Schoko-Junkies greifen zu! ...die Auswahl an Schoki ist sonst eher bescheiden...

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Wer noch mehr über Ueno wissen will, der folgt folgenden Links:

Ueno bei googlemaps

Yamashiroya:
Link zur 3D-Ansicht bei googlemaps
Yamashiroya im Internet

Ameyoko in 3D zum selber ablatschen

Süßigkeiten-Shop „Nikinokashi“ im Internet

Ueno Zoo samt Eintrittspreise und pdf-Plan des Geländes

Tokyo National Museum

National Museum of Western Art

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Zum Abschluss noch einige Bilder vom Zoo, der Panda-Brücke (welche sich über den Bahnhof zieht) und einige Ausblicke auf Ueno.

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Blick auf Ueno

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Die Zuggleise verlaufen über, bzw. neben der Ameyoko und sorgen für andauernden Lärm. Die Japaner stört so etwas natürlich nicht.

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Ziemlich viel Fisch: Die Auswahl an den zahlreichen Marktständen ist gigantisch.

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Daddel Daniel auf der Panda Brücke.

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Ein Ausflug in den Ueno Zoo ist ziemlich lustig!

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Zeit zum Entspannen