Mit Fallout: New Vegas zieht die Serie geographisch zurück an die Westküste der USA. Immerhin fand die Reihe hier auch ihren Ursprung: So spielte das Ur-Fallout im südlichen Kalifornien bis hin zur mexikanischen Grenze, während der zweite Teil eher Richtung Norden (Oregon) wanderte.
Nach dem östlichen Ausflug ins verstrahlte Washington und Umgebung in Fallout 3, finden sich die Spieler jetzt im zerstörten Las Vegas wieder – natürlich samt der extra-staubigen Umgebung. Aus dem spanischen übersetzt bedeutet “Las Vegas” übrigens nicht weniger als “Die Auen” oder “Die Wiesen” – praktisch das Pendant zum hiesigen Bayern-Schlager.
Die Gegend liefert für die Grafiker und Designer von Obsidian natürlich einen kreativen Tummelplatz, von dem andere Programmierer nur träumen können: Palmen, Casinos, kitschige Vegas-”Ja, ich… *rülps*…will diese Frau heiraten!“-Kapellen und architektonische Reminiszensen rund um den Globus (Pyramiden, Eifelturm) – da dürfen sich allerhöchstens die Leute beschweren, welche die Modelle in pingeliger Feinstarbeit am PC erstellen müssen.
Obsidian war zuvor für die gigantischen Rollenspiel Knights of the Old Republic 2 und Neverwinter Nights 2 verantwortlich – neben Fallout: New Vegas hat das Studio auch noch das bereits länger angekündigte Alpha Protocol in der Pipeline. Im Studio tummeln sich so einige Leute, welche scheinbar perfekt für den direkten Nachfolger zu Bethesdas Fallout 3 geeignet sind: Designer Chris Avellone (Fallout 2), Josh Sawyer (Planescape Torment, Icewind Dale) und Brian Menzie (Fallout 1 und 2) stammen alle noch aus alten Interplay-Zeiten.
Da kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen! Auf den unten angehängten Bildern erkennt man sofort die grafische, wie auch spielerische Nähe zum direkten Vorgänger: Sowohl das Kampfsystem (alias VATS), als auch die Größe der Umgebung werden ähnlich wie bei Fallout 3 ausfallen. Diesmal springt Ihr in die Haut eines Botenjungen, der sein Caps mit simplen “Bring den Scheiß von A nach B”-Aufträgen verdient, eines Tages jedoch brutal niedergeschlagen wird und seine (ganz besondere und geheimnisvolle) Lieferung verliert.
Der Rest ist für Rollenspieler nichts neues: Ohne Erinnerung erwacht ihr im trostlosen Goodsprings und begebt Euch auf die Suche nach dem verlorenen Päckchen. Neuigkeiten gibt es hingegen zum Moral-System: So sind Karma und Reputation in Fallout: New Vegas strikter voneinander getrennt. Das heißt: Wenn Ihr euch als kalter Killer verdient macht und ungesehen Leute meuchelt, wird Euch das im Ansehen der jeweiligen Stadtbewohner nicht mehr krumm genommen.
Neben den bisher gezeigten Orten, sind wir natürlich besonders gespannt auf den berühmten Strip mit seinen zahlreichen Kasinos. Aber auch das Umland bietet einige interessante Orte. Ausflüge zum von Mutanten verseuchten Hoover-Staudamm, dem radio-aktiven Colorado River, dem Death Valley und Red Rock Canyon, oder der Geisterstadt Rhyolite bieten einige interessante Landmarken für Forschernaturen.























