Nintendo 3DS – Wie sieht er aus, was kann er?

Flattr this!

Eines muss man Nintendo lassen: Der neue 3DS ist verdammt schick und kommt (zum Glück) auch in einer farblichen Auswahl, mit der man sich nicht in der Öffentlichkeit schämen muss – das heißt, wenn die hier gezeigte Farbauswahl wirklich final ist. Auf der E3 wurde zusätzlich auch ein lila und ein goldener 3DS gezeigt – man darf also noch spekulieren, welche Farben in den Handel kommen.

Rein technisch steckt einiges in dem kleinen Kasten: Davon abgesehen, dass der obere Bildschirm den Trick vollführt, dass man ein dreidimensionales Bild OHNE Brille sehen kann, sticht vor allem die Größe des oberen Monitors heraus: Dieser hat eine Auflösung  von 800 mal 240 Pixeln, der untere Touchscreen behält die gewohnten 320 mal 240 Pixel bei. Ebenfalls neu ist das analoge Slidepad, welches zukünftig als Analogstick dient und das winzige Steuerkreuz in den meisten Spielen ablösen wird.

Das wohl interessanteste Feature des 3DS sind seine drei (!!!) Kameras: Zwei außen, eine innen – also eine mehr, als beim DSi. Die beiden äußeren Kameras dienen dazu, 3D Bilder aufzunehmen – der erste Praxistest auf kotaku.com wurde als äußerst genial bezeichnet, da die Bilder tatsächlich von der Tiefenwirkung profitieren.

Wer absolut keine Lust auf 3D hat, der kann den Effekt übrigens per Schieberegel an der Außenseite des Gerätes beliebig anpassen. Übrigens funktioniert das 3D-Bild nur in einem bestimmten Sichtradius – wer den 3DS schräg hält oder zu weit von sich entfernt, der verliert die plastische Illusion.

Und wie funktioniert diese fantastische 3D-Sache? Und warum funzt das Ganze nicht auch auf herkömmlichen Fernsehern? Soweit ich dies bisher aus den diversen News herausfiltern konnte, befindet sich unter dem Schirm eine Folie, welche das Licht (bzw. das Bild) für das rechte Auge etwas nach rechts lenkt und umgekehrt. So erhält jedes Auge die Informationen, welches es braucht um den 3D-Effekt auszulösen. Dies funktioniert jedoch nur im kleinen Radius un Abstand – dies ist der Grund, warum es auf größeren Fernsehern halt nicht gelingt.

Quelle: www.gamefront.de

Als Datenträger werden 2 Gigabyte Module genutzt, jedoch hat Nintendo bereits durchblicken lassen dass auch alte Nintendo DS Module kompatibel mit dem 3DS sind. Dazu kommen ein Motion-Sensor und ein Gyroscope, welche in zukünftigen Spielen genutzt werden sollen.

Und so sehen die neuen 2GB-Module aus. Quelle: www.gamefront.de

Den Spielekatalog hatte ich bereits hier gepostet, da kommt echt eine Menge!!! Über 20 Hersteller haben bereits ihr Interesse angekündigt, weitere werden wohl kommen. Selbst Film- und Internetfans werden nicht enttäuscht: Es ist tatsächlich möglich 3D-Filme auf dem 3DS zu sehen, wie einige Demo-Filme von Pixar und Warner auf der E3 bewiesen. Die Online-Features werden weiter ausgebaut, unter anderem gibt es einen (ähnlich der Wii konzipierten) Schlaf-Modus, indem der 3DS IMMER online ist und sich Ghost-Data, Rekorde und diverse Listen herunterladen kann.

Einen Erscheinungstermin gibt es weiterhin nicht – aufgrund der noch nicht fertiggestellten Software, gehe ich jedoch nicht davon aus, dass wir den 3DS noch dieses Jahr in Europa sehen werden.

Schlagwörter: , ,