It’s a me, Mario-Fanboy!

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Ja, Mario und meiner einer – wir gehen zusammen durch dick und dünn. Wobei eigentlich sind wir beide ja eher dick. Plauzig. Und stehen auf Pizza. Nur eines hat mir der italienische Klempner voraus: Ich mag keine Pilze. Werden fein säuberlich sogar aus der noch so dünnen Jäger-Sauce rausgefischt und an den Rand des Tellers geschoben. Jawollja!

Und da die ganze Welt gerade den 25. Geburtstag von Mario feiert, will ich dem Klempner natürlich ebenfalls meinen Respekt zollen (abseits vom bereits veröffentlichten Geburtstags-Artikel). Deswegen präsentiere ich Euch stolz: Mein Familien-Album mit Mario!

Also: Lehnt Euch zurück, macht Euch im Hintergrund ein wenig schöne Musik und folgt mir auf einer kleinen Zeitreise!

Gerade aus der Warpröhre raus, haben Mario und meiner einer schon zusammen im Pixelkasten gespielt. Und ja, als kleiner Junge habe ich tatsächlich so schlimme Klamotten tragen müssen – meine Eltern kannten da nichts! Zu meinem achten Geburtstag habe ich dann eine Schildkröte von meiner Mama geschenkt bekommen, die mir Mario nach einem Streit über Peach („Nein, ICH werde sie heiraten!“) gegen den Kopf schmiss. Böses Blut für die nächsten zwei Jahre – doch wir rauften uns wieder zusammen!

Als echte Kumpel trotzten wir allen möglichen Gefahren des Alltags: Eine kurze Zeit lang machten wir uns einen Spaß daraus auf Laternenmasten zu klettern – Mario war abgebrühter Profi, meiner einer landete mit gebrochenen Rippen im Krankenhaus. Meine Körperbeherrschung verweigerte mir bei tiefen Fällen nach vorne ausgestreckte Arme – so sah mein Gesicht während meiner Kindheit öfters aus wie Pizza Margherita.

Kaffee und Kuchen bei meinen Eltern – auch bekannt als „Kaffee Bros.“. Mannohmann – da war ich noch jung… und knackig, nicht plauzig!

Endlich auf dem Gymnasium angekommen, erwies sich Mario schnell als Frauenheld, während meiner einer lieber Super Nintendo daddelte und sich durch praktisch alle erhältlichen Videospiele-Magazine las. Fun Generation, Video Games, und (natürlich!!!) die Maniac… meiner einer war immer gut, um die anderen Schüler im Unterricht abzulenken. Von Peach waren wir hingegen getrennt – die Dame unserer Kindheit zog ein Internat vor. Und einen fiesen Typen, den alle nur Bowser nannten. Hat mir öfters mal das Butterbrot geklaut, die Sau.

Einen Ausflug zusammen mit Mario in die städtische Kanalisation werde ich jedoch nie vergessen. Dort trafen wir die Teenage Mutant Ninja Turtles. Aber dies ist eine andere Geschichte!

Sprung nach vorne: Mein achtzehnter Geburtstag – ich bekomme einen Opel Corsa… und Mario bekommt Yoshi. Die Welt ist unfair. Und wieso gibt’s bis heute eigentlich kein Yoshi-Grün als zugelassene Auto-Farbe? Grmpf! Egal – ich verschrottete den Opel am nächsten Laternenmasten (schon wieder diese verdammten…!). Mario’s Yoshi starb an einer Melone, welche sich in seinem Hals quer gelegt hatte.

Zur Zeit fährt Mario übrigens einen roten Yoshi und schwört auf seinen Turbo-Boost… und ich fahre noch immer CORSA. Wäre ich mal Klempner geworden!

Einen großen Teil meiner darauf folgenden Studienzeit verbringe ich in holländischen Bungalow-Parks. Und – ich komme für kurze Zeit mit meiner Jugendliebe Peach zusammen! Mario ist mächtig angepisst – aber nach mehreren Wochen „Ich bin so glücklich!“, „Lass uns Kuchen backen. Ich LIEBE Kuchen!“, „Nein, ich ziehe KEIN anderes Kleid an!“, „Sex? NO WAY!“… war es dann auch schon aus mit uns. Am selben Tag schickte ich Mario eine SMS mit folgenden Wörtern: „Mario, your princess is in another castle.“

Um mich abzuregen fuhr ich wenige Wochen später auf’s Wacken Open Air und bangte mir das Hirn aus der Rübe. Überraschend traf ich auch Mario dort, der von Peach ebenfalls nichts mehr wissen wollte und den „Heavy Way of Life“ sichtlich genoss. Nur das neue Tattoo gab mir Rätsel auf… war Mario etwa doch schwul? Eigentlich hatte ich ja eher seinen kleinen Freund Toad diesbezüglich in Verdacht…

Wenn ja, hatte der Heavy Klempner Pech – auf diesem legendären Wacken im Jahre 2003 traf ich auf meine heutige Frau Nina. Die kann zwar auch gut Kuchen backen, aber rosa Kleider sind ihr ebenso fremd wie das Verlangen nach übermäßig viel Schminke.

Zeit für eine Portion F*CKING HEAVY METAL!!!

Legendär: Mario und meiner einer in Japan. War ’ne tolle Zeit dort drüben – auch wenn der Italiener kein japanisches Wort über die Lippen bringen konnte. Wenigstens eine Kleinigkeit, die ich dem Klempner voraus bin. Ohne Nina hätte aber auch ich mich im dichten Großstadt-Dschungel von Tokyo verirrt.

Dieses Bild entstand im Zoo von Ueno – und ja, Mario steht genauso auf Affen wie meiner einer. Liegt nach seiner Rede an einem Kindheitstrauma mit einer gewissen Type namens Donkey Kong. Der Mistkerl hat Mario im Unterricht immer mit Bananenschalen beworfen.

Mit Mario durch die engen Hightech-Schluchten von Akihabara zu jump’n’runnen war eines der absoluten Highlights der Reise. Im kultigen Retro-Shop Super Potato sinnierten wir mehrere Stunden über gute, alte Zeiten – als noch nicht jeder Videospieler mit einer komischen Dildo-Aparatur in der Hand vorm Fernseher rumzappelte.

Die Begeisterung für Videospiele teilten wir uns die nächsten Jahre gemeinsam – auf der Gamescom traf Mario sogar den Hackl’schorsch.

Heute sehen Mario und meiner einer uns eher selten – gerne mal auf eine kleine Kneipentour durch die Altstadt, aber darüber hinaus ist es still geworden. Wenigstens gibt es noch Facebook, worüber wir uns hin und wieder schreiben. Mario meinte vor kurzem er will den Weltraum mit einem riesigen Raumschiff erobern – wohlgemerkt in Form seines Kopfes. Tja, der Mario. Immer schwankend zwischen Psycho und Spaßmacher.

Nina und meiner einer haben derweil geheiratet – Peach ist also vergessen. Zur Hochzeit gab es das ultimative Zocker-Geschenk: Den Super Mario Kart Hochzeitskuchen! Und damit auch in Eurer Zocker-Ehe alles funktioniert, solltet Ihr unbedingt diese 20 Regeln auswendig lernen!

Achja – hier noch eine Vorschau auf meinen zukünftigen Sohn (und einen dicken Dank an Patrick Buczak für die grandiosen Zeichner-Skills!)

Bleibt nur noch zu sagen: Mario, du bist Teil meines Lebens! Ich hab dich furchtbar lieb!

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