Retro-Moment der Woche (Numero 4): Chip’n Dale Rescue Rangers

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Erinnerungen an meine Kindheit… ja, ich erinnere mich gewöhnlich eher schlecht an Sachen. Wo meine Schlüssel liegen. Wo mein Cappy liegt, wenn die Haarpracht mal wieder „Geh besser duschen!“ schreit. Wo ich meine NES-Spiele in Originalverpackung verstaut…. halt!

Ah ja, da sind sie! Oder um es in „Smeagolawesisch“ zu sagen: „Mein Schaaaatz!“ Oder – um Euch ENDLICH zu verraten, worum es geht – Chip’n Dale Rescue Rangers für das gute, alte Nintendo Entertainment System. Famicom ist für mich bis heute (auch als Europäer!) die bessere, charmantere Bezeichnung.

Famicom. Nintendo Entertainment System. Famicom! Nintendo Entertääänmääänt Siss-tem. Just… Famicom!

Und wo wir gerade bei Bezeichnungen sind: Dale hört in Deutschland auf den Namen Chap.

Nach Duck Tales und dem Moon-Song ist dies schon mein zweiter Retro-Moment über ein Capcom-Spiel. Dazu kommt, dass die Spiele zumindest zeitlich gar nicht so weit voneinander entfernt waren und sich beide um zwei der besseren Serien meiner Jugend drehten. Chip und Chap kannte damals jeder, der auch nur ein wenig mit Disney-Cartoons anfangen konnte – Chip und Chap zusammen mit Trixie, Samson und Summi hingeben ergaben die Rescue Rangers, die Ritter des Rechts!

Und ja – ich war damals verknallt in Trixie. Soviel dazu. Jetzt wisst Ihr Bescheid!

Die Übersetzung hier könnte etwas weniger… retro sein. „Zwei ganz Liebe?“ …yeah, ok!

Doch kommen wir schnell zu meinem persönlichen Retro-Moment! Weder die attraktive Trixie noch die gutherzige Fliege Summi kommen darin vor – sondern wenig charmante Kisten. Ja, richtig gehört – wenn ich an Chip’n Chap denke, schwelgen meine Gedanken in einem gigantischen Lagerhaus voller Kisten.

Gut, Chip’n Chap war sicher nicht das erste Spiel, in dem Kisten als Wurfwaffen mißbraucht wurden – aber die Mechanik sich in einer Kiste zu verstecken bis der Gegner auf einen prallt – DAS war eine ganz heiße Sache. Verschwörungstheoretiker und finstere Nerd-Kulte beschwören noch heute, dass niemand geringeres als Hideo Kojima himself diese Mechanik von Chip’n Chap für spätere Metal Gear Teile ausgeliehen hat.

Dazu kam, dass man im Zweispieler-Modus nicht nur Kisten, sondern auch seinen Mitspieler aufheben und werfen konnte. Und glaubt mir: Mein Bruder und meiner einer haben diese Mechanik damals bis zum Umfallen perfektioniert, indem er mich immer wieder zielgenau… in den Abgrund schmiss und mir so jegliche Eichhörnchen-Leben klaute. Die Sau. Trixie hätte das nicht gutgeheißen – dessen bin ich mir bis heute sicher!

Kistenschmeißen (und Daddel-Danyo-Weitwurf) bei Chip’n Dale: Rescue Rangers – mein Retro-Moment der Woche!

PS: Übrigens ist Chip’n Chap eines der wenigen 8-Bit Games aus dem Hause Capcom, deren Soundtrack nur mittelmäßig begeistern konnte – außer dem Score zum letzten Level ist lediglich das aus der TV-Serie bekannte Titelthema noch mehrere Extrarunden durch die Ohrwindungen wert.