Retro-Moment der Woche (Numero 5): Secret of Mana und die Canoni Brüder

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Secret of Mana brachte damals den Durchbruch für japanische Rollenspiele im Westen und gilt bis heute als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten – was nicht zuletzt an dem fantastischen Co-op Modus mit maximal drei Spielern lag.

Die deutsche Version fiel natürlich vor allem durch die schräge Übersetzung auf – so ließen wir unser Manaschwert auf Pogopuschel, Floddermäuse (tatsächlich eine Anspielung auf die Flodders?), Ninjakäuze, Sabberblobs und Terrorenten (mein absoluter Favorit!) niedersausen, während sich finstere Bosse wie das Tornadoküken, die Noppenzunge und Killroy (legitimer Vorgänger von Leeroy?) in Euren Weg stellten.

Ebenfalls unvergessen: Die Verpackung kam im XXL-Format samt Spieleberater – eine Idee der sich auch noch zahlreiche, folgende RPG’s der SNES-Ära bedienten.

Grund für diesen Retro-Moment sind jedoch die fantastischen Canoni-Brüder. Dazu muss man wissen, dass meiner einer Pilotwings zu Beginn der Super Nintendo Karriere hat links liegen lassen – umso fantastischer waren die vom Mode 7 Chip unterstützten 3D-Flüge über die selig-bunte Mana-Welt.

Die Canoni-Brüder selbst tragen eine gehörige Portion „Rastafari“ in sich, außerdem handelt es sich bei deren verwandter Sippschaft  um eine groooße Familie. Stolze 26 Brüder sind auf der ganzen Welt verstreut, welche Euch gegen den entsprechenden Geldbetrag mit ihren Kanonen reisen lassen. Erst im späteren Spielverlauf konntet Ihr auf die flotteren Dienste von“Lufti“ (ja, der Drache hieß wirklich so!) zurückgreifen.

Reisen mit den Rastafari… pardon, …den Canoni Brüdern – mein Retro-Moment der Woche!

Obwohl ich den Retro-Moment eigentlich auf EINEN Augenblick begrenzen will – in diesem Fall kann ich nicht anders, als den genialen Titel-Soundtrack zu erwähnen. „Fear of the heavens“ heißt das gute Stück und gehört meiner Meinung nach zu den besten Retro-Melodien der gesamten 8-Bit / 16-Bit Ära.

Das Jaulen der Wale am Anfang lässt mir noch heute die Nackenhaare zu Berge stehen!

Für Retro-Fans bis heute auch ein heißer Kandidat für die private Piano-Stunde im heimischen Wohnzimmer.

Übrigens – im Titelbildschirm wird nach dem Produzenten Nasir Gebelli gleich der Komponist Hiroki Kikuta eingeblendet. Sicher auch nicht die gewöhnliche Reihenfolge und ein weiterer Beweis für die Ausnahmeleistung von Kikuta.