Gran Turismo 5 – Fettich! Finito! Finalement!

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Da diese Woche ganz im GT5-Hype steht, will ich mich davor natürlich nicht ausschließen – immerhin hat Gran Turismo 5 mittlerweile stolze sechs Jahre an Produktionszeit auf dem Buckel, immer wieder aufgelockert durch diverse neue Gerüchte und madig gemacht durch diverse Verschiebungen. Serienvater Kazunori Yamauchi ist halt ein Perfektionist wie er im Buche steht – leider ist das „perfekte Rennspiel“ letztendlich doch nicht perfekt geworden… sondern nur sehr, sehr gut 🙂

Den Beginn des Spiels kennt man bereits aus den Vorgängern: Zuerst stehen Lizenz-Tests auf dem Termin-Plan, danach macht man sich mit einer miesen Japan-Karre auf den Weg in den Sunday Cup.

Hier zeigt sich gleich der erste, dicke Kritikpunkt: Das Spiel unterscheidet zwischen Premium- und normalen Fahrzeugen, letztere enthalten keine Cockpit-Perspektive. Oder um es in Zahlen auszudrücken: Von den 1031 Fahrzeugen sind ca. 200 als Premiumfahrzeug markiert – nur diese enthalten die grandiose Cockpitansicht. Der große Rest muss sich neben dem fehlenden Cockpit noch mit einem grafisch weniger aufwendigen Grundmodell zufrieden geben.

Was mir als Europäer ebenfalls sauer aufstößt: Japanische Wagen wohin man blickt, nur Amerika und Europa bekommen deutlich weniger Liebe ab. Hinter diesem Link findet Ihr die Auflistung aller enthaltenen Strecken, hier gibt es jede Karre in wenig charmanter Textform.

Kurze Zeit später pumpt man seine ersten verdienten Credits in Chiptuning und Co., um mit den anderen Fahrzeugen auf der Strecke mithalten zu können. Schon bei der Track-Schau kommen in mir wohlige Erinnerungen an alte Zeiten auf: Trial Mountain? Deep Forest Raceway? Hachja…. schön war’s damals!

Die Foren glühen wieder: Beschwerden über pixelige Bäume am Seitenrand der Strecke, schwache Maschinensounds… selbst in einem perfekten Spiel scheint es für die aufgebrachte und gehypte Forenlandschaft wieder einige Gründe zum Meckern zu geben.

Ich jedenfalls kann allen Leuten, welche das Spiel bereits heute bekommen haben sollten, nur viel Spaß damit wünschen – denn genug Inhalt ist definitiv für bis weit ins nächste Jahr enthalten. Alle anderen werfen noch einmal einen Blick auf das schicke Intro zum Spiel. Wer den Anfang doof findet, spult einfach bis 3:30 vor.