Das Japan-Foto der Woche (San-jū-kyū): Die drei Affen von Nikko

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Affen von Nikko

日光を見ずして結構と言うなかれ…oder wer jetzt nur Bahnhof versteht und wenigstens mitlesen möchte: “Nikko wo mizushite kekko to iunakare!” Übersetzt bedeutet der Satz in etwa soviel wie “Wenn Du Nikko noch nicht gesehen hast, kannst Du nicht von “prächtig” (kekko) reden. Manch einer übersetzt dies auch mit: “Nikko sehen und sterben”, oder nach Daniel’s freier Übersetzung: “Warst’e nicht in Nikko, laber nicht von Schicko”…

Nikko ist eines der beliebtesten Touristenziele rund um Tokyo, perfekt für einen kurzen Trip aus der Stadt heraus. Es liegt ca. 140 Kilometer nördlich der Hauptstadt und ist günstig über die Tobu-Nikko Linie von Asakusa aus zu erreichen. Alternativ fahrt Ihr mit Japan Railways über den Bahnhof Utsonomiya.

Affen von Nikko

In Nikko gibt es bewundernswerte Wasserfälle, den Chūzenji-See und unzählige Schreine. Der bekannteste ist wohl der Tōshō-gū Schrein, in dem Ihr ohne Probleme mehrere Stunden verbringen könnt. Die unterschiedlichen Bereiche des Schreins erfordern verschiedene Eintrittskarten: Um alle Attraktionen zu sehen solltet Ihr zum Kombiticket greifen.

So kommt Ihr in den Genuss der schlafenden Katze (Holzschnitt über einem Tor), dem Mausoleum von Tokugawa Ieyasu… und manch einer findet sogar die Schnitzereien von sehr (vorsichtig ausgedrückt) individuellen Elefanten. Diese sehen deswegen so befremdlich aus, da die Künstler Elefanten damals nur aus Geschichten und Sagen kannten.

Toshogu Schrein Nikko

Das wirkliche Wahrzeichen von Nikko findet sich jedoch über dem unscheinbaren Stall des Schreins. Die drei berühmten Affen “nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) sagen” („mizaru, kikazaru, iwazaru“) wurden in die Fassade hineingeschnitzt und offenbaren sich selbst weit abseits von Nikko als japanische Berühmtheiten.

Auf Googlemaps findet Ihr Nikko hinter diesem Link.