Resident Evil 6 – TGS 2012 Trailer

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Lange ist es nicht mehr hin, dann steht der bereits sechste Teil (hunderte Spin-offs mal zur Seite genommen) der Resident Evil Saga in den Läden. Auf Xbox 360 und Playstation 3 könnt Ihr Euch bereits die Demo herunterladen – die Meinungen hierzu gehen jedoch weit auseinander und schwanken nur selten ins wirklich Positive.

Um das Forengemecker kurz zu fassen: „Mimimi zu viel Action Mimimi zu dunkel Mimimi hirnlos Mimimi!“ Wobei „hirnlos“ einen Titel mit Zombies ja eigentlich recht gut zusammenfasst. Es gibt tatsächlich darüber beschweren dass die Zombies nicht intelligent genug reagieren 😉

Aber im Ernst: Auch meine persönlich Erfahrung mit der Demo ist nicht gerade zuckersüß. Hier fix meine Eindrücke:

– Beim Start-Drücken erklingt kein „Räääsident Iiiiivääääl!“ mehr. Skandal!

Optionen: Hätte mit weniger gerechnet, wurde mit mehr bedient. Allen voran die Kamera-Drehung musste ich langsamer drehen, sonst wurde mir schlecht.

Charaktere: Ach, ich stehe auf die Damenwelt in Resident Evil Spielen. Und die Neue ist auch süß. Insgesamt drei verschiedene Story-Kampagnen um verschiedene Charaktere könnte ziemlich episch werden – oder mega verwirrend und aufgesetzt wirken.

Grafik: Zombies sehen nett aus und sind toll animiert. Die neue Mutation der Fledermaus-Frosch-„Wat weiß ich“- Viecher sieht kacke aus (subjektiv). Umgebungen sind recht detailliert, allerdings wiederholt sich da EINIGES. In mehreren Arealen sinkt die Framerate auf gefühlte 10 FPS – da fällt’s selbst Blindfischen wie mir äußerst negativ auf. Fragt sich nur ob’s an der Demo liegt, oder im Vollpreis-Spiel so weitergeht.

Sound: Synchro-Stimmen sind nett – der Typ hinter Chris Redfield geht ohnehin immer gut ins Ohr. Sonst aber auch nichts besonderes – viel Gestöne, fertig. Waffensounds würde ich sogar geradeaus als mangelhaft bezeichnen. In Sachen Musik Bin aktuell aber auch echt von Guild Wars 2 verwöhnt.

Steuerung: Naja, Katastrophe würd ich jetzt nicht sagen… aber auch sehr, sehr weit von „gut!“ entfernt. Kann aber auch durchaus daran liegen, dass man in der Demo gleich ins kalte Wasser geworfen wird. Find’s eigenartig dass der rote Cursor-Punkt immer munter durch die Gegend zu springen scheint. Sonst würde ich mal sagen: Gescheiterter Versuch einer seltsamen Mischung aus Gears of War mit Call of Duty und Oldschool-Rollenspiel. Eigentlich reagieren die Charaktere schon sehr direkt… nur das Feedback ist nicht wirklich gegeben.

Interface: Daran musste ich mich erstmal SEHR gewöhnen. Wer das verbrochen hat, gehört eigentlich sofort mit jedem Virus der Welt angesteckt und weggesperrt. Unübersichtlich, zu klein, zu … ach ich kann’s kaum beschreiben. Achtet mal auf die Symbole die auftauchen, wenn Ihr mit Sachen interagieren wollt. Ganz dickes ARGH!

FAZIT: Also letztendlich kann ich schon nachvollziehen, warum einige Hardcore-Fans am durchdrehen sind – einige Dinge werden sich da wohl auch nicht mehr groß in der Vollversion ändern (Interface, Steuerung). Da macht’s schon fast Angst, dass viele Indie-Produktionen und Arcade-Games der letzten Jahre diese Aspekte wesentlich besser umgesetzt bekommen haben – nur Capcom versagt scheinbar.

Wie gesagt: Ist ’ne Demo und Demo’s stinken. Ich gebe die Hoffnung nicht auf… eine „Day One“ – Kaufempfehlung (oder anders: Kauf zum Vollpreis) würde ich jedoch nicht aussprechen. Vor allem da es genug Stoff gibt, der noch abgearbeitet werden muss und die Preise schneller fallen, als Zombies im Granatenhagel.

Genug gebrabbelt, hier der brandneue Trailer von der Tokyo Game Show 2012. Dieser macht definitiv wieder Lust auf mehr und schiebt alle Demo-Sorgen erstmal beiseite: