Das Daddel-Wort zum Sonntag (20.10.2012): Spiel 2012 in Essen

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Bloggen ist wie Stuhlgang. Diesmal so sehr verspätet, dass es weh tat. Heute im „gedrückten“ Daddel-Wort: Ich war mit Frau Daddler auf der Spiel 2012 in Essen unterwegs und habe mich am „analogen Daddeln“ versucht. Danach labere ich noch fix meine werten Gedanken zum Thema „Teamwork“ an den Hals.

Außerdem hat meine Wenigkeit einen HAUFEN cooler Spiele angezockt, darunter das brandneue Trials Evolution Add-on namens Origin of Pain, der fantastische „GTA-8Bit“-Arcade-Titel Retro City Rampage, das Xbox 360 exklusive Rennspielvergnügen Forza Horizon, die neueste Episode von The Walking Dead… und noch einiges mehr.

Und als Sahnehäubchen obendrauf gibt’s jede Menge neue Trailer, heiße Infos und frische Eindrücke zu Borderlands 2, der neuen Charakterklasse alias dem Mechromancer, sowie der ersten kostenpflichtigen Erweiterung Captain Scarlett and Her Pirate’s Booty, harrrrr harrrrr!

Fangen wir spontan mit Bruce Willis an – der Junge versüßt mir einfach jeden Tag mit seinem grandiosen Action-Helden Grinsen. A Good Day to Die Hard kommt pünktlich zum 14. Februar 2013 (Valentinstag!) in die Kinos und meine Vorfreude passt in keinen Raketenwerfer. Yippie-kay-yeah!

Hach, da kullern Freudentränen 🙂

So, Arme hochgekrempelt, weiter geht’s mit der…

Spiel 2012 – Internationale Spieltage in Essen

Jedes Jahr beklage ich meinen aktuellen Kontostand in Hinsicht auf die Spiel 2012 in Essen… und komme dann dennoch mit vollgepackten Tüten nach Hause. Um ehrlich zu sein kenne ich tatsächlich keine andere Messe, welche die Konsumsau in den Menschen so sehr anspricht, wie diese hier. Stolze 9 (!!!) Hallen sind hier vollgepackt mit Brettspielen, Kartenspielen, Tabletops, Rollenspielwälzern alter Schule, muffigen Lederklamotten in der Live Action Roleplay Sektion, tausenden Comics und Mangas auf der eingegliederten COMIC ACTION Messe, sowie hunderten von Fans, Nerds und Eltern mit Kinderwagen, welche sich durch die Gänge schieben.

Stellt Euch einfach einen Besuch in Eurem liebsten Comic- und Spiele-Shop vor und multipliziert deren Größe mit 1000. Ohne Witz: Bereits zehn Minuten nach Anpfiff wurden die ersten dicken Tüten aus der Messe Essen geschleppt. Hier schonmal vorab unsere Beute NACH der Messe und wieder im heimischen Wohnzimmer:

Jup, richtig gesehen: ein digitales Spiel hat sich tatsächlich da rein verirrt – obwohl sich das neue XCOM: Enemy Unknown erstaunlich „brettspielig“ anfühlt. Und zusammen im preisgünstigen Bundle mit der Brettspielversion von Civilization konnten wir einfach nicht „nein“ sagen.

Absolut genial und auf der Spielemesse erstmals angspielt: King of Tokyo. Nina schwärmt mir ja schon seit längerer Zeit von dem Spiel vor, jetzt durfte ich tatsächlich auch selbst mal dran und war nach wenigen Minuten voll überzeugt. Jeder übernimmt ein gigantisches Monster und versucht die Mitspieler anhand von Würfelwürfen zu schwächen, sich selbst zu heilen oder verschiedenste Fertigkeiten anzuwenden.

Der Clou an der Sache: Wer mit seinem Monster in die Mitte von Tokyo vorprischt verwundet in seiner Runde immer ALLE anderen Monster, wird jedoch gleichzeitig auch immer von allen anderen Monstern angegriffen, ohne sich dabei heilen zu können. Da muss man schon genau vorausplanen, wie lange der Aufenthalt in Tokyo am besten dauert. Natürlich erhält man pro Runde in der trauten Monster-Hochburg immer mehr Siegpunkte.

Das Spiel ist recht simpel erklärt und spielt sich auf Anhieb angenehm flüssig – allen voran wegen der coolen Würfelmechanik. Hinzu kommt das fantastische Art-Design – und passend zum aktuellen Hype gibt’s natürlich auch gleich das erste Riesenpanda-Add-on, inklusive Monsterspezifischer Fertigkeiten. Leider gab es Power Up! nur auf Englisch, weswegen wir erstmal „nur“ zur deutschen Version des Hauptspiels gegriffen haben. Erscheinen soll das pandaresque Power Up! hierzulande Mitte Dezember.

Weiter zum Queen Games Verlag… die Jungs dahinter schaukeln sich mittlerweile gegenseitig die Eier, seitdem „ihr“ Spiel Kingdom Builder zum Spiel des Jahres 2012 gewählt wurde. Was ein Trubel! Jeder will’s mal probespielen und die Fläche, welche der Titel auf der Messe im Vergleich zu anderen Spielen einnimmt ist einfach exorbitant groß. Der Stempel „Spiel des Jahres“ sorgt hier tatsächlich für Reibach ohne Ende – aber kann das Spiel wirklich was?

Nach „nur“ einem Spiel kann ich darauf eigentlich noch keine finale Antwort geben. Es ist zunächst sehr simpel und schnell verstanden, auf der anderen Seite aber auch sehr ausbaufertig und mit hohem Wiederspielwert. Ich persönlich stehe einfach auf Holzhäuschen und eine Prise Taktik – genau das richtige für einen entspannten Spiele-Abend mit diversen Alkoholika.

Aus mehreren Kartenquadranten erstellt Ihr Euer eigenes Spielfeld (was den Wiederspielwert weiter in die Höhe treibt), zieht drei verschiedene Siegbedingungen (bzw. Umstände wie Ihr Euer Gold verdient) und könnt dann auch schon munter drauflos bauen, indem Ihr einfach eine Karte zieht die Euren „Untergrund“ vorgibt. Packt drei Siedlungen auf diesen Untergrund, versucht möglichst neben besonderen Plättchen (Orte, Städte, Oasen) zu bauen und somit besondere Fertigkeiten abzusahnen und folgt den drei geltenden Punkteregeln (zum Beispiel „1 Gold für jede horizontale Reihe“) – schon erhöht sich Eure Chance zu gewinnen erheblich.

Kingdom Builder ist für 4 Personen, mit dem „Nomaden“ Add-on wird sogar ein fünfter Spieler hinzugefügt – alleine dafür lohnt das Add-on.

Queen Games haben neben Kingdom Builder natürlich noch einen wahren Haufen weiterer Spiele am Start, von denen mir vor allem das launige „10 Minuten Echtzeit“ Kooperationsspiel Escape („flieht mit maximal fünf Spielern aus einer Indiana Jones mäßigen Tempelanlage“), das Strategie-Schwergewicht Edo und das optisch sehr ansprechende Maharani („Helft dem König den Taj Mahal anhand von prachtvollen Mosaiken zu vervollständigen!“) in Erinnerung geblieben sind.

Bereits seit längerer Zeit in unserer Sammlung und dennoch nochmal eine dicke Empfehlung wert ist Fresco – auch hier geht’s darum verschiedene Aufgaben zu erfüllen um den Punktestand nach vorne zu treiben.

Wenden wir uns von Queen Games hin zu eher unbekannten Spiele-Gewässern: die Franzosen Matagot (Link zur Homepage) standen mit einer ganzen Wagenladung cooler, neuer Spiele auf der Messe und zogen mich zuerst aufgrund ihrer visuellen Qualitäten an den Stand. Pandas sind aktuell scheinbar wegen dem World of Warcraft Add-on Mists of Pandaria besonders beliebt, ist doch der heimliche Held des Spiels Takenoko (übersetzt „Bambussprosse“) ein eben solches, knuddeliges Geschöpf.

Ein Verpackungs-Artwork zum Verlieben:

Zum Glück ist die Verpackung kein Blender – das Spiel erweist sich schnell als weiteres Highlight der diesjährigen Spiel 2012. Erstmal hört die Liebe zum Detail nicht beim Artwork auf – auch die Figuren und Bambus-Stücke sind schlicht atemberaubend schön ausgearbeitet. Ich war mal so frei selbst ein paar Bilder bei mir zu Hause aufzunehmen:

Auch hier sind die Regeln eher simpel, das Spielgefühl weist dann aber doch taktische Tiefe und Finesse auf. Grundsätzlich muss man 9 selbst gezogene Aufgaben bewältigen, indem Ihr zum Beispiel die Bambusfelder in bestimmten Farben anordnet, den Bambus selbst in bestimmte Höhen wachsen lässt oder dem Panda eine ganz bestimmte Mischung verschiedener Bambus-Farben verfüttert. Damit Bambus wächst muss jedes Feld bewässert werden – und der Gärtner sorgt zusätzlich für schnelleren Anbau. Da kommt man schnell den werten Mitspielern ins Gehege und kann den süßen Panda als fieses Bambus verschlingendes Knuddel-Arschloch verwenden.

Von mir gibt’s jedenfalls beide Daumen hoch für Takenoko – unbedingt mal anspielen, wenn Ihr die Gelegenheit bekommen solltet!

Was gab’s sonst noch? Die neue Erweiterung zum beliebten Kartenspiel Dominion hört auf den Namen Dark Ages und kommt ziemlich düster daher… irgendwie passend natürlich. Neben altbewährten Aktionskarten gibt’s brandneue Ruinen– und Ritter-Karten, die verdeckt in den Vorrat gelegt werden. Kultisten, Leichenkarren und Marodeure geben dem Spiel eine ganz eigene Note, Eremiten verwandeln sich in Verrückte und Gossenjungen in Söldner.

Kurz: Es gibt nicht nur unglaublich viele neue Karten, sondern auch clever gewählte Spielveränderungen, welche den Dominion-Kosmos selbst nach den bisher erhältlichen SIEBEN Erweiterungen weiterhin bereichern. Hardcore-Fans dürfen also durchaus zugreifen ohne sich Sorgen machen zu müssen.

Weiterhin interessant: Seasons galt an vielen Ständen als neuer Geheimtipp – neben einem fantastischen visuellen Eindruck scheint das Spiel also auch durchaus als solches begeistern zu können. Hinter diesem Link findet Ihr eine recht ausführliche Beschreibung zur munteren Mischung aus Karten- und Würfelspiel aus dem französischen Hause Libellud.

Zooloretto ertrinkt mittlerweile ebenfalls in Erweiterungen – ob diese auch was können, kann ich an dieser Stelle leider nicht beurteilen. Mal davon abgesehen finde ich die Spiele optisch so häßlich, dass ich sie mir nur schweren Herzens kaufen könnte… selbst WENN sie gut sind 😉

Amigo setzte eifrig auf die Pokémon und Yu-Gi-Oh! Kartenspiele. Am Rande gab’s noch das sehr faszinierend aussehende Würfelmania! – ein Karton vollgepackt mit Würfeln aller Sorten und Formen. Leider ist mir in Würfelmania! jedoch eine Spur zu viel Activity enthalten – was Ihr gerne auch wortwörtlich nehmen dürft.

Der Ringkrieg ist endlich in der 2. Edition erschienen – das epische Herr der Ringe Paket mit zigtausend Plastik-Figuren, Marker und einem Spielfeld in der Größe einer Kleinstadt beschäftigt Euch und Eure Freunde gerne mal für über 4 Stunden. Neu in der 2. Edition sind viele Regel-Anpassungen – oder um es in Videospiel-Sprech auszudrücken: es wurde eifrig gepatched, generved und verbessert. Besitzer der Edition von 2004 müssen den Kopf jedoch nicht hängen lassen – es gibt ein einzelnes Upgrade-Kit für knapp 20 Euro, indem auch alle neuen Karten und Werte enthalten sind.

Was gab’s sonst noch? Puuuh, langer Atem ist hier notwendig: Animal Farm, Agricola, zahlreiche Videospiel-Brettspiel Mash-ups (Angry Birds, Fruit Ninja, Sing Star), Libertalia  (Karten, Piraten und fiese Überfälle), Sheepland, Spartacus – A Game of Blood and Treachery (basierend auf der TV-Serie), Mutant Meeples, Suburbia, 1969 (wer schafft es zuerst auf den Mond?), Goblins, Inc. (sah sehr interessant aus!), River Dragons, Tokaido (die Straße die Kyoto mit Tokyo verbindet und hier für ein optisch sehr ansprechendes Spiel herhält), Zug um Zug: Deutschland… und noch so viele mehr.

Einzig auf das Kooperations-Brettspiel Flash Point: Fire Rescue möchte ich nochmal kurz eingehen, da wir dieses probezocken konnten. Mit maximal 4 Feuerwehrmännern versucht Ihr Euch durch ein brennendes Haus zu schlagen und 7 Opfer zu retten – gar nicht so einfach, entstehen doch pro Zug neue Feuer. Explosionen, brennbare Stoffe und spezielle Charakterkarten verschärfen das Spiel später zusätzlich für all jene, denen der „normale“ Spielmodus nicht mehr ausreicht. Ebenfalls angekündigt sind 2nd Story (eigenständiges Spiel mit mehreren Ebenen) und Urban Structures (gab es zuerst nur als Kickstarer Belohnung).

Eigentlich hasse ich ja Teamwork-Brettspiele… aber dieses hier hat mich echt gefesselt. Es spielt sich äußerst flüssig und die darunter liegende Spielmechanik ist dank der sich ausbreitenden Feuer absolut grandios. Unbedingt mal anspielen oder am besten gleich kaufen 😉

Und wo ich gerade von Teamwork rede… kommen wir zu meinem Thema der Woche:

Verbessert Teamwork (Video)-Spiele?

Bevor ich hier jetzt wieder den moralischen Klugscheißer und Philosophator über mein Thema der Woche – Teamwork – gebe, möchte ich vorher sicherstellen dass ich persönlich ein ZIEMLICH MIESER Teamspieler bin. Ich verfolge meist meine eigenen Ziele… und sterbe dementsprechend schnell und schmerzvoll, während die werten Kollegen meinen von Kugeln, Giftpfeilen und Schwertern durchbohrten, virtuellen Körper aus’m Dreck ziehen dürfen.

Wie ich überhaupt auf das Thema komme? Nun, zum einen hat der zynische Brite das Thema kürzlich in Hinsicht auf Borderlands 2 angesprochen und einen ziemlich einleuchtenden Punkt genannt: Klar, Spiele machen IMMER mehr Spaß, wenn man mit mehreren Leuten spielen kann. Das ist jedoch ein eher grundsätzlich, soziales, als ein rein spieltechnisches Phänomen. Interessant wird es auf der untersten Basis der Spielregeln und Spielmechaniken eigentlich erst, wenn das Spiel mit oder gegen Freunde das Spiel erweitert, also auf ein neues Level hebt. Und eben hier versagt (nach dem zynischen Briten) Borderlands 2 – das Spielsystem bleibt dasselbe wie im Einzelspielermodus, mal davon abgesehen dass die Gegner nun mehr Kugeln fressen als Godzilla Großstädte.

Einige besonders clevere Medien werten den Mehrspieler-Modus also gegenüber dem Einzelspieler-Modus auf, OBWOHL das eigentliche Spiel unverändert bleibt. Oder um mal einen etwas weit hergeholten Vergleich aus dem realen Leben zu bemühen: Es ist Wurst ob ich alleine auf eine Achterbahn gehe, oder zu Zweit – die Fahrt bleibt IMMER dieselbe. Einzig der soziale Kontakt verändert das Erlebte zum Positiven hin – NICHT die Achterbahnfahrt selbst. Ich hoffe Ihr versteht worauf ich hinaus will.

Aus der Kritik fallen natürlich Spiele heraus, die auf Teamspiel aufbauen – Online-Rollenspiele wie World of Warcraft, Moba-Titel wie League of Legends oder Dota 2… und natürlich alle weiteren Titel in denen nicht miteinander, sondern gegeneinander gespielt wird.

Wie wichtig Teamwork in heutigen Spielen geworden ist zeigt die Anzahl an unterschiedlichsten Titeln, welche mittlerweile mit einem Mehrspieler-Modus daherkommen. Das begrenzt sich nicht mehr „nur“ auf Ego-Shooter, Prügelspiele und Rennspiele, sondern macht mittlerweile auch nicht mehr vor Rollenspielen und Horror-Spielen halt. Resident Evil 6 und das zukünftige Dead Space 3 sind hier heiße Vertreter der „Wie soll man sich im Mehrspieler-Modus noch gruseln?“ Debatte, während der kooperative Mehrspieler-Modus in Mass Effect 3 bereits gezeigt hat, dass er tatsächlich gut als eigenständiges Spiel funktionieren kann (wenn man ihn lässt).

Teamwork als Skill

Mittlerweile gibt es Spieler da draußen die im Millisekundenbereich auf Spieleinflüsse reagieren können: In Street Fighter IV werden Frames gezählt, in Starcraft 2 läuft die Maus anhand von hunderten Klicks pro Minute heiß. Gegnerverhalten werden studiert, analysiert und zum eigenen Vorteil ausgenutzt. Große Zahlentabellen werden von Komplettlösungen im Buchformat untermauert.

Was jedoch in keiner dieser Auseinandersetzungen mit unserem liebsten Medium auftaucht ist die Begegnung mit anderen Spielern. Oder um’s anders auszudrücken, simpler und subjektiver: Viele Spieler sind Sozial-Arschlöcher, Lästermäuler und flambierte Internet-Trolle. Das ein „He! Pass bitte besser auf!“ oder ein „Du spielst zu aggressiv, fahr mal ’nen Gang zurück!“ bei einem modernen Moba-Lemming genauso wenig bringen wie ein strunzdoofes „OMG L2P NOOB!“ wage ich ja noch zu bezweifeln – vielleicht bin ich in dieser Hinsicht aber auch echt noch zu naiv.

Der Schlüssel des Teamplays ist jedenfalls nicht primär als Team zu spielen (dies ist der letzte und schwierigste Schritt), sondern zuerst einmal als Team zu KOMMUNIZIEREN. Und spielerische Vollpfosten mit NULL Aussicht auf Erfolg werden sicher nicht dadurch besser, dass man sie unangespitzt in den virtuellen Boden trollt. Hier wird etwas benötigt, was nur ganz, ganz wenige Menschen gut können: Zuhören. Oder in diesem Fall: Zusehen. Analysieren. Feedback geben. Im schlimmsten Fall bleibt der kritisierte Spieler auf seinem spielerischen Level hängen und verbessert sein Können tatsächlich nicht – selbst hier ist die Kommunikation innerhalb des gesamten Teams aber ausschlaggebend für die Idee des „Schützt Shorty!“.

Um nochmal etwas konkreter zu werden: Ein Spieler der in League of Legends einen Kill nach dem nächsten verpasst und dafür selbst einstecken darf (ob verdient oder nicht) hat praktisch keine Chance mehr auf Besserung innerhalb des Matches… AUßER die werten Kollegen peppeln den kleinen, traurigen Noob gehörig auf. Worte spielen hier eine fast noch größere Rolle wie Minion-Kills, Buffs und Team-Assists – denn sie stärken nicht nur dem armen Würstchen den Rücken, sie schmeicheln dem gesamten Teamgefüge.

Neben einem starken AD-Carry, einem dicken Top-Laner und einem professionellen Jungler sollte also auch immer jemand mit an Bord sein, der dem Team die Eier mit zarten Worten und vernünftigen Vorschlägen streicheln kann. Diese Jungs und Mädels sind für das Erreichen des Ziels unabdingbar… und nur wenige professionelle  E-Sport Teams dieser Welt können es sich leisten im Kampf auch einmal die Fresse zu halten. Diesen letzten Schritt, das Auswendiglernen von Verhaltensmustern und dementsprechende Antizipation von bestimmten Bewegungen erreichen nur wenige – es ist das wohl vollkommenste Teamspiel, welches es geben kann.

Bis dahin ist es jedoch ein langer und steiniger Weg – und zum Erreichen des Erfolgs im Spiel ist dieser letzte Schritt nichtmal notwendig.

Ein simples „Komm, ich helf dir mal!“ tut’s auch.

Ohne Belohnung kein Teamwork?

World of Warcraft gilt bekanntlich als die moderne Mutter aller Online-Rollenspiele – und eigentlich müsste man vor allem hier jede Menge Teamwork erwarten. Doch wenn man genauer hinschaut, erkennt man wie wenig das Spielsystem hinter World of Warcraft Teamwork fördert – Quest-Mobs können „gestohlen“ werden, obwohl die Spieler eigentlich gerade hier am gleichen Strang ziehen. Wertvolle Rohstoffe stehen ebenfalls nicht unbedingt den „netten“ Spielern zur Verfügung, sondern zuerst einmal demjenigen Abenteurer der schneller an der begehrten Quelle buddeln kann.

Natürlich soll das jetzt nicht heißen, dass World of Warcraft kein Teamspiel bietet – Dungeons, Raids und PVP bieten schon die Möglichkeit gezielt und im Team vorzugehen. Neuere Spiele wie Guild Wars 2 tragen den Teamgedanken jedoch eine ganze Spur weiter und BELOHNEN den Spieler für die Hilfe anderer Spieler. Hier werden keine Questmobs gestohlen, sondern aufgeteilt – und da die Wiederbelebung anderer Spieler einen netten Erfahrungsbonus gewährt, liegt man mit seinem Helden nur selten länger als einige Sekunden tot am Boden.

Worauf ich hinauswill: Scheinbar funktioniert Teamwork in Videospielen (ohne die Zuhilfenahme von Teamspeak und Co.) nur dann, wenn der Teamwork-Aspekt gezielt auf dem Level des Spielsystems gefördert und in letzter Instanz belohnt wird.

Ein passenderes Beispiel als den modernen Arschloch-Moloch League of Legends kann es diesbezüglich kaum geben: Mehrere Millionen übellauniger Trolle und Fieslinge loggen sich pro Tag in das aktuell meist gezockte PC-Spiel ein um zu lästern und zu fluchen was die heimische Etymologie so hergibt. Seit einer Woche jedoch hat eine kleine Änderung Einzug in das Spielsystem von League of Legends gehalten: Spieler können nicht mehr nur „reported“ (also für Fehlverhalten gemeldet) werden, sondern sie können BELOHNT werden. Belohnt für Teamwork, belohnt als „ehrbarer Gegner“.

Ratet mal was passiert ist? Richtig! Jedes verkackte Spiel, welches ich seitdem zocken durfte beginnt mit einem wohlgesonnenen „GL & HF!“ („Good Luck and Have Fun!“)… und das Gemecker ging zurück. So ganz traue ich dem Braten natürlich noch nicht – verbucht das hier also mal als selektive Wahrnehmung meinerseits. Aber der tragende Gedanke „Teamwork muss belohnt werden!“ kommt auch hier zur Geltung.

Rubbel die Astralkugel: Teamwork in der Zukunft

Seit Bomberman und Mario Kart hat sich viel getan in der Teamwork-Welt des modernen Videospiels. Noch nie war es für ein Spiel so wichtig einen Mehrspieler-Modus aufzuweisen – ob mit- oder gegeneinander, selbst die großen Einzelspieler-Titel diesen Jahres (XCOM: Enemy Unknown / Assassin’s Creed III) und der Zukunft (Dead Space 3) wollen nicht mehr auf den geselligen Part verzichten.

Kurz: Es werden eher mehr, als weniger Titel, welche Euch in Zukunft einen realen Partner zur Seite stellen… oder Euch gegen andere Leute in den virtuellen Wettkampf teleportieren. Was es hingegen noch immer nicht gibt ist eine Form der Kontrolle über die Spieler, über negative Verhaltensweisen und deren zahlreichen Auswirkungen – teils sogar über das Spiel hinaus. Einige Videospiele (wie Guild Wars 2 und League of Legends) scheinen immerhin langsam zu verstehen, dass die beste Motivation für gutes Teamspiel eben im Spiel selbst zu finden sein muss.

Wenn Ihr Euch also demnächst mal wieder über eine Spieler aufregt, stellt Euch zunächst einfach folgende Frage: Was bedeutet Euch dieses eine Spiel in genau einem Jahr? Und wenn Ihr dann von Eurem hohen Ross heruntersteigt erkennt vielleicht auch Ihr, dass niemand da draußen perfekt ist. Niemand.

News-Flash

Nachdem es lange Zeit ruhig um Bioshock Infinite geworden ist und sich die letzten Meldungen allen voran um die Frage drehten, ob das Spiel überhaupt noch erscheint (internen Quereleien sei Dank), beweist der neue „Beast of America“ Trailer dann doch, dass der Titel alles andere als tot ist und noch immer einen prächtigen Eindruck hinterlässt. Achterbahnfahren über den Wolken? Bin ich dabei!

Medal of Honor: Warfighter eröffnet die neue Shooter-Season am 23. Oktober. Der neue Mehrspieler-Trailer ist jedoch… unspektakulär. Ich habe die Demo auf Xbox 360 angespielt und war für kurze Zeit regelrecht geschockt von der Qualität der Grafik – bin in dieser Hinsicht aber sicher auch verwöhnt vom aktuellen PC-Gezocke von Battlefield 3. Dennoch… puuuh. Aua!

Viel besser kommt da schon der richtig gute Call of Duty: Black Ops 2 Trailer, der mal wieder von AC/DC Mucke unterlegt ist und dem ganzen die Atmosphäre eines 80er Trash-Action Films verpasst. Passt also perfekt 😉

Call of Duty: Black Ops 2 erscheint am 13. November – denkt daran, dass am 30. November noch eine Version für Wii U erscheinen soll (falls Ihr mit dem Kauf der neuen Nintendo-Konsole liebäugelt).

Battlefield 3 will natürlich auch noch ein dickes Stück vom Ballerkuchen abhaben und schickt das neue Add-on Aftermath ins Rennen. Am 27. November geht’s los für PS3 Premium Mitglieder, Xbox’ler und PC’ler mit Premium folgen am 4. Dezember. Der Rest der Welt zockt spätestens Mitte Dezember auf vier brandneuen Karten, einem neuen Modus und mit der neuen Crossbow-Waffe.

Halo 4 läuft bei mir persönlich irgendwie immer nebenbei… und ich habe hier ganz sicher schon etliche Trailer zum Spiel verpasst. Den mit realen Schauspielern gedrehten Trailer zum Launch gibt’s trotzdem… vielleicht interessiert sich ja noch jemand von Euch für den Master Chief alias „Power Ranger 2.0“. Halo 4 liegt am 6. November im Regal, exklusiv für Xbox 360 natürlich.

Modeschau für den modernen Killer von Heute: Hitman Absolution präsentiert die seltsame Gaderobe eines fiesen Helden. Erscheinen soll das Spiel am 20. November.

Der Teufel darf wieder weinen: Devil may cry mit einem lauten und sehr metallischen Trailer. Sieht nach jeder Menge Schnetzel-Spaß aus.

Zombies, Untote, Wiedergänger… und chinesische Dämonen? Richtig! Im neuen Sleeping Dogs Add-on Nightmare in North Point ziehen die gruseligen Viecher ins virtuelle Hong Kong – natürlich passend zu Helloween. Hier der Trailer:

League of Legends wächst nach dem fulminanten (und vielerorts aufgrund zahlreicher Ausfälle und Fehlplanungen stark in die Kritik geratenen) Ende der 2. Staffel weiter und präsentiert passend zu Helloween das extrem detailverliebte Remake der 3v3 Karte, sowie eine neue Heldin im Beschwörer-Portfolio: Elise, die Spinnenkönigin. Definitiv nichts für schwache Arachnophobiker-Nerven – alle anderen verfallen aufgrund des wohl meist geforderten Champions der letzten Zeit in Jubelschreie und wohlige Extase.

Passend dazu zwei Videos frisch vom Test-Server, einmal das Remake, einmal Elise:

Keine Sensationsmeldung, aber immerhin: frische Artworks zu Dragon Age 3, welches Ende 2013 erscheinen soll – eventuell sogar für Next Gen Konsolen? Viel wichtiger für mich persönlich ist ja die Frage, ob sich der riesige Bioware-Korpus unter der Führung von EA sich endlich mal aus dem Dreck ziehen kann, der durch Neuausrichtungen und Markenanpassungen vielen Spielern heute bis zum Kinn steht.

Am 9. November dürfen sich Arcade- und Kart-Racer Fans die Hände reiben: die knuffigen Sackboys springen dann in allerhand seltsame Karts und rasen über diverse Strecken, von denen der Großteil wieder von der Community selbst geliefert werden wird. Hier der brandneue Story-Trailer zu Little Big Planet Karting:

Zu Cyberpunk 2077 gibt es mittlerweile eine offizielle Homepage – hier der Link dorthin. Für mich persönlich reicht ja schon die News, dass CD Project Red (die eifrigen Polen hinter The Witcher) hinter einem Videospiel im Cyberpunk-Stil werkeln. Fantastischer Stoff für Nerd-Träume. Und die ersten Artworks können sich auch sehen lassen, so wie das hier:

Anarchy Reigns – die schrille Kooperation zwischen Sega und Platinum Games – hat nach langer, langer Zeit endlich einen West-Termin: am 11. Januar erscheint das Spiel hierzulande! Noch eine gute Nachricht gefällig? 24,99 Euro sind ECHT mal ein netter Preis. Wer noch nie was von dem verrückten Klopper mit Bayonetta-Kameo-Auftritt gehört hat, der schaut einfach mal kurz hier rein:

Wo wir gerade bei Sega sind: Vollkommen überraschend kündigen die Jungs jetzt endlich mal eine Model 2 Collection bestehend ausVirtua Figher 2, Fighting Vipers (!!!), Sonic – The Fighters, Virtua Striker und Virtual On an. Leider sollte man dem kreativen Burschen dieser Zusammenstellung gleichzeitig auch nochmal nett in die Eier treten – der Grundgedanke ist ja super, aber das Ergebnis dann doch etwas mager bis fragwürdig. Schauen wir mal was die Umsetzungen so hergeben. Erscheinen soll die Sammlung für XBLA und PSN.

Feuchter Traum für 2D-Prügler: BlazBlue Chrono Phantasma. Hier der erste Trailer:

Nippon Ichi (die japanische Erfolgsschmiede hinter einem ganzen HAUFEN von JRPG’s und Taktikspielen) kündigte vor kurzem Project D an – jetzt weiß man endlich genauer worum es geht, denn nichts anderes als ein neuer Disgaea Titel versteckt sich hinter dem ominösen „D“. Aber es wird noch besser: anstelle seltsamer neuer Helden kehrt die „alte Garde“ aka Laharl, Etna, Flonne und jede Menge Prinnies zurück. Wenn man so will also endlich der lange erwartete Teil 2. Ein Grund zum Feiern – und genau das Richtige zum 10jährigen Burzeltag der Serie.

In Japan erscheint Disgaea D2 am 20.03.2013 für Playstation 3 – eine Special Edition mit Soundtrack und allerlei Schnickschnack soll für 11,340 Yen angeboten werden.

Von Nippon Ichi zu Level 5 – der nächsten Edelschmiede aus Japan. Eigentlich könnte man denken dass die Jungs mit Professor Layton, Inazuma Eleven, Ni No Kuni und den Guild Spielen für 3DS genug zu tun hätten – aber nein, man könnte scheinbar nicht weiter daneben liegen. Youkai Watch (Ghost Watch) heißt der neueste Titel aus dem tüchtigen Entwicklerstudio… und erinnert gleich auch wieder frappierend an diverse Ghibli-Filme. Trailer-Pflicht für alle Anime-Fans:

Mehr zum Spiel gibt’s leider erstmal nur auf japanisch – hier der Link zur offiziellen Seite. Achja – Youkai Watch erscheint scheinbar für Playstation 3 und Nintendo 3DS (dafür lege ich aber noch nicht die Hand ins Feuer!).

Das Scribblenauts Unlimited ein exklusiver Wii U Titel wird, war ja schon länger bekannt. Das jedoch auch tatsächlich einige Nintendo Charaktere im Spiel auftauchen, DAS ist neu. Und unglaublich knuffig:

Erscheinen soll das Spiel übrigens passend zum Konsolenlaunch am 18. November.

Angezockt: Trials Evolution – Origin of Pain

Seit letztem Mittwoch ist Origins of Pain auf dem XBLA Marktplatz erhältlich. Läppische 400 Punkte kostet Euch das recht umfangreiche Add-on zu einem der besten Arcade Spiele diesen Jahres – und es lohnt sich tatsächlich! Auf einer seperaten Insel gibt es nicht nur zig neue Kurse in allen Schwierigkeitsgraden, sondern auch zwei coole, neue Mini-Spiele für die etwas Experimentierfreudigen unter Euch.

Hinzu kommen jede Menge neue Klamotten und Helme – wer wollte nicht schon immer mal mit einem Eichhörnchen-Kopf durch die Pampa rasen? Billig kommen Euch die kultigen Köppe jedoch nicht – dafür erhaltet Ihr endlich mal einen gewissen Gegenwert für das im Spiel verdiente Geld.

Parade-Feature von Origin of Pain ist jedoch das neue Motorrad… ehem… Fahrrad. Yup, richtig gelesen. Ab sofort findet Ihr ein BMX in Eurer Garage, welches mit perverser Beschleunigung und annehmbarer Höchstgeschwindigkeit einen ganz neuen Blickwinkel auf die Extrem-Strecken des Spiels wirft. Außerdem ist es ohne nerviges Motorengeräusch teils meditativ entspannend, wenn Ihr auf dem Drahtesel über Berge und durch Höhlen heizt.

Bleibt eigentlich nur ein Fazit: Kaufen! Und wer Trials Evolution noch immer nicht besitzt, der fühle sich an dieser Stelle mit Eichhörnchen beworfen. IN YOUR FACE. PC-Besitzer müssen sich noch bis 2013 gedulden, dann feiert die Serie ihre glorreiche Rückkehr – höchstwahrscheinlich gleich inklusive des Add-ons.

Angezockt: Forza Horizon

Need for Speed: Most Wanted? Oder doch lieber Forza Horizon? Nun, die Frage stellt sich eigentlich nur einer begrenzten Zockergruppe – immerhin erscheint Forza Horizon „nur“ für Xbox 360. Ich selbst bin ja noch immer am hadern – alle bisher gezeigten Videos von Most Wanted (alias Burnout Paradise 2) wirken ein wenig trist und die Retortenstadt zu glattgebügelt, als dass ich mich spontan in den neuen Open World Kosmos aus dem Hause Criterion verlieben könnte.

Forza Horizon macht es mir da schon leichter: Epische Landschaften, wunderbare Sonnenauf- und Untergänge, weitläufige Straßen, die Rockys, Wasserfälle, ein epischer Staudamm… Süßigkeiten für die Augen. Auf der anderen Seite kommt auch Forza Horizon mit dieser gewissen Packung „He, ich bin hip und cool!“ daher, welche auf mich persönlich meist sehr befremdlich und gezwungen wirkt. Ausgangspunkt aller Rennen durch das virtuelle Colorado ist nämlich ein großes Musik-Festival – inklusive der scheinbar dazugehörigen jugendlichen Vollpfeifen und geschminkten Hot Pants Tussys.

Zum Glück gibt es mittlerweile eine Demo für Forza Horizon Fans. Und die hat es in sich! Neben vier Rennen könnt Ihr hier bereits einen kleinen Teil der Landschaft nach eigenem Gutdünken erforschen und Eurem innerem Raser-Schwein freie Fahrt garantieren. Kurz: Stoff für mehrere, extrem spaßige Stunden und bereits ein guter Einblick ins fertige Spiel. Wieso können nicht alle Demos so gut durchdacht sein? (Ja, Resident Evil 6, ich gucke DICH an!)

Mein erster Eindruck: noch besser, als erwartet. Ich kann ja gar nicht genug betonen, wie wichtig mir persönlich ein guter Soundtrack zu einem Rennspiel ist – allen voran will ich diesen Soundtrack während der Rennen hören (Dirt 3 war in dieser Hinsicht ’ne Katastrophe). Und diesbezüglich punktet Forza Horizon gewaltig: Die Atmosphäre des nahen Festival-Geländes mit einer astreinen – wenn auch etwas Techno-lastigen – Interpreten-Auswahl werten das Geschehen auf dem Bildschirm merklich auf. Lost Prophets, The Black Keys, New Order, The Hives, Empire of the Sun… wenn dann noch so Humbug wie das Donnern von Flugzeug-Motoren und das Kreischen von Bremsen über die Dolby Anlage ins Wohnzimmer brettern, bin ich ein glücklicher Daddler.

Wer selbst in den Soundtrack reinschnuppern will, der kann dies auf dieser YouTube-Playlist tun. Vorher am besten noch Proxtube installieren, dann klappt’s auch mit der Gema 😉

Für mich persönlich leuchten bislang alle Pfeile grell auf Forza Horizon – mal schauen ob mich die Reviews zu Need for Speed: Most Wanted noch umstimmen können, aber bislang sieht es nicht so aus. Forza Horizon erscheint am 23. Oktober. Abschließend noch die aktuellen Test-Videos von IGN und Gamespot, sowie ein ausführliches (fast :

Kleiner Preis-Tipp am Rande: auf 2game.com gibt’s Forza Horizon aktuell für 31.99 englische Pfund zum Vorbestellen. Übersetzt sind das 39,30 Euro inklusive Versand – und Zollgefahr besteht laut Konsolenschnäppchen.de auch nicht.

Von HD zu Retro… ab in die pixelige Vorzeit und in eines der schrägsten Videospiel-Experimente des Jahres!

Angezockt: Retro City Rampage

Wer die lange Wartezeit zu GTA V mit einer dicken Portion Retro-Action überbrücken will, der sollte sofort zu Retro City Rampage greifen und die wenigen MB (!!!) herunterladen. Aktuell ist der Titel für PC / Steam sowie das PSN (also auch PS Vita!) erhältlich und kostet Euch schlappe 12 bis 15 Euro – eigentlich kein Preis für mehrere Stunden Retro-Kost vom Feinsten.

Aus der Vogelperspektive steuert Ihr Euren Helden durch eine Stadt im Open-World Stil – und dabei dürft Ihr so ziemlich alles machen, was Ihr auch bereits aus GTA kennt. Bankraub? Friseurbesuch? Autos und Motorräder stehlen? Panzerfahren? Setzt einfach hinter alles ein grünes Häkchen, was Ihr Euch nur vorstellen könnt – und ergänzt Eure Vorstellung mit eckigen Pixeln im Miniaturformat.

Der wirkliche Clou von Retro City Rampage ist jedoch die überwältigende Anzahl an Easter Eggs und Anspielungen auf beinahe jedes Videospiel, welches Ihr je gezockt habt – wohlweißlich vom C64 bis zur Xbox 360. Hier bleibt dann auch kein Auge mehr trocken, wenn Helden wie Snake, Frogger, Paperboy und viele weitere zitiert werden – super!

Mein Fazit bislang: 10 von 10 Sternen, 180 von 100 Punkten, 12 Prozent von 128 Bit und 4 gelbe Pixel in Gold-Optik.

Durchgezockt: The Walking Dead Episode 4

Bei der Anzahl an hochwertigen Titeln zur Zeit ging die Veröffentlichung der vierten Episode von The Walking Dead (XBLA, PSN, Steam) ein wenig unter. Dabei sollte sich eigentlich jeder sofort auf nach Louisana machen, um sich den Zombie-Scharen zu stellen – keine Episode bot bislang soviel Action und so viele neue Gesichter.

Ohne Euch jetzt weiter zu spoilern: Auch Episode 4 lohnt und stellt sich in Sachen Story-Entwicklung und Qualität sogar über die dritte Episode.

Weitergezockt: Borderlands 2

Knapp 100 Stunden habe ich mittlerweile auf dem Tacho, Handsome Jack liegt im Staub begraben und das Level-Meter steht auf 38 – nur noch 12 Level bis zum Maximal-Level. Da kommt mir der recht zeitige DLC namens Captain Scarlett and Her Pirate’s Booty doch gerade recht! Die ersten Reviews loben den DLC ausnahmsweise mal in den Himmel und sprechen von 10 bis mindestens 15 Stunden reiner Durchspielzeit – inklusive zig neuer Quests, die nicht nach der Marke „Töte 10 Skaggs“ gestrickt sind.

Hört sich doch fantastisch an! …leider nicht ganz. Zwar ist der Beginn des Add-ons tatsächlich fantastisch… nur merkte ich bereits nach kurzer Zeit: He, hier stimmt was nicht. Der Bildschirm wurde hin und wieder für wenige Sekunden schwarz und – noch viel schlimmer – die Framerate verschluckte sich immer wieder. Hektische Kämpfe mit mehreren Piraten? Unmöglich dank fiesem Hin- und Hergestotter. Doch es wird noch schlimmer: Auch das Hauptspiel ist betroffen von den plötzlichen Framerate-Drops – vorher lief alles butterweich, was ich so auf meiner Kiste nicht unbedingt erwartet hätte.

Kurz gegoogelt und es steht tatsächlich fest: Ich bin nicht der einzige mit dem Problem. Gute Nachricht zum Schluss: Gearbox weiß Bescheid und arbeitet dran – leider kann ich mein aktuelles Spiel des Jahres auf diese Weise aber auch nicht weiterspielen. Schnüff.

Hier der Link zum Forumseintrag für alle Leute mit demselben Problem.

Aber den aktuellen Bug mal beiseite genommen: Borderlands 2 ist fantastisch! Kaufen! Zocken! Und Kollegen überzeugen mitzuspielen! Und wem die ursprünglichen vier Charakterklassen zu langweilig sind, der stürzt sich einfach auf den Mechromancer, die einige sehr interessante Skills in seinen Talentbäumen versteckt hält – allen voran das Schaden-stackende „Anarchy“ ist genial. Ihr dürft nicht manuell nachladen und werdet mit immer schlechterer Präzision bestraft – dafür machen die Waffen später ordentlich BUMMS.

Genug für heute, Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

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