Giana Sisters – Twisted Dreams

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Giana Sisters? Der Mario-Abklatsch aus dem Jahr 1987? Rainbow Arts? Die gibt’s noch?

Nein, nein, immer mit der Ruhe. Rainbow Arts gibt’s natürlich nicht mehr, ebenso wenig wie den C64 und Diskettenlaufwerke bei Mediamarkt oder Saturn. Die Jungs aus Gütersloh haben sich mittlerweile quer durch die Spielelandschaft verteilt – die Firma selbst wurde von Funsoft gekauft und ging später in THQ über. Einige der damaligen Mitarbeiter gründeten später ihre eigenen Studios – so wie Thomas Hertzler (Blue-Byte) und Armin Gessert (Spellbound Entertainment).

Nur die Giana Sisters haben scheinbar noch immer genug Fans, dass ein neuer Release Sinn zu machen scheint – alternativ könnte man auch sagen: Die Väter der tapferen Schwestern glauben noch immer an das dynamische Duo, obwohl der letzte Versuch Giana Sisters DS im Jahr 2009 erneut gescheitert ist und zum Bankrott von Spellbound führte.

Jetzt kommt der nächste Versuch, diesmal unter dem neuen Studio Black Forest Games und größtenteils finanziert über Kickstarter, da sich mal wieder jeder angefragte Publisher um das Projekt gedrückt hat. Von den veranschlagten 150.000 Dollars erreichte Project Giana stolze 186.000 Dollar – und auch das nur knapp in den letzten Tagen.

Warum ich Euch das alles an die Backe laber? Damit Ihr nachvollziehen könnt, was es für eine Arbeit es war dieses Spiel in dieser Form als oldschooliges 2D-Jump’n’run in dieser umkämpften Zeit herauszubringen. Einige mögen es fast Dummheit nennen, ich nenne es jedoch Mut und Zuversicht ins eigene Baby – was besseres können Entwickler nicht liefern.

Ab HEUTE ist Giana Sisters – Twisted Dreams über Steam erhältlich. Schlappe 13,49 Euro kostet Euch der Titel, der meiner Meinung bereits aufgrund dieser Vorgeschichte Eure Unterstützung verdient hat. Natürlich nicht NUR deswegen – die neuen Abenteuer der Geschwister scheinen auch spielerisch sehr anspruchsvoll geraten zu sein… und grafisch zeigen Euch die Screenshots in diesem Blog, wo die Reise hinführt. Kein Trine 2 – aber nahe dran.

Sahnehäubchen obendrauf: selbst Altmeister Chris Hülsbeck kümmert sich wieder um den Soundtrack, der zudem noch von der schwedischen Metal-Band Machinae Supremacy’s ergänzt wird und im Spiel immer wieder zwischen Oldschool-Bit-Gedudel und Modernes-Altmetall wechselt.

Abschließend noch der Trailer und mein erster, noch unbestimmter Tipp: Kaufen! Kaufen! Kaufen!