The Elder Scrolls Online

Flattr this!

Online-Rollenspiele ziehen zwar noch immer täglich mehrere Millionen Spieler in ihren Bann, haben ihren Zenit aber nach mehreren Jahren Dauer-Grinding, Dauer-Gelevel und Dauer-PVP für viele wackere Helden längst überschritten. Selbst treueste Fans solcher Spiele wie World of Warcraft, Guild Wars 2, Star Wars – The Old Republic oder Der Herr der Ringe Online buchen ihren Urlaub mittlerweile in anderen, kurzweiligeren Genres.

Kurz: Ich bin der subjektiven Meinung, dass Online-Rollenspiele ihre Faszination langsam aber sicher verlieren.

Und dann kommt The Elder Scrolls Online um die Ecke und lässt mich mal wieder hadern. Es ist so, wie mit jeder Droge: Man will ihr eigentlich absagen. Man hatte eine gute Zeit mit ihr, aber genug ist genug. Doch dann kommt eine neue Version heraus und man befindet sich wieder im Zwiegespräch mit Engelchen und Teufelchen.

„Ui, das sieht aber gut aus!“
„Aber es ist doch der alte Schmarn. Leveln. PVP. Überfüllte Server!“
„Aber es sieht doch soo gut aus!“

Tatsächlich sieht The Elder Scrolls Online in dem brandneuen Einführungsvideo von Bethesda nicht „nur“ gut aus – es sieht fantastisch aus. Grafisch präsentiert sich das Spiel auf einer Höhe mit Skyrim – und das im Online-Kosmos. Die gezeigten Szenen aus ganz Tamriel offerieren eine ganze Hülle unterschiedlicher Landschaften – Fans der Serie wissen bereits jetzt, wie groß der virtuelle Kontinent sein könnte. Geschichtlich spielt The Elder Scrolls Online übrigens lange, lange Zeit vor der Saga, welche wir zuletzt mit Skyrim beendet haben.

Viele der im unten verlinkten Video erklärten Ideen haben sich zuletzt bei Guild Wars 2 äußerst positiv beweisen können. Das Kampfsystem ist Action-orientiert und kommt ohne wildes Hotkey-Geklicke aus. Anstelle mehrerer Server gibt es das „Megaserver„-System, welches Euch und Eure Freunde stets zusammen hält – wie genau es technisch gelöst wird muss sich jedoch noch zeigen. Schwer vorstellbar, dass tatsächlich ALLE Spieler auf nur einem „Megaserver“ zocken können – abwarten und Tee trinken!

Quests sollen dynamischer funktionieren – auch hier eine deutliche Anleihe an Online-RPG-Variationen der jüngeren Zeit. Das erklärte Design-Ziel lautet nicht mehr „Töte 10 Eber“ sondern erstmal „Finde deine eigenen Aufgaben in der Spielwelt, indem du diese erforschst!“. Zuletzt konnte allen voran Guild Wars 2 mit diesem dynamischen System ordentlich punkten.

PVP-Zocker dürfen sich derweil auf Cyrodill freuen – das gigantische Gebiet aus Oblivion steht nun wilden PVP-Gefechten offen. Dass die neue Engine mehrere hundert Spieler gleichzeitig berechnen kann, wird in dem Video unten bereits gezeigt – ob dies dann auch in der Live-Version so aussehen wird muss sich noch zeigen. Immerhin sorgen die kurzen Teaser-Einblicke bereits jetzt bei mir für heruntergeklappte Kinnladen. Wow!

Bevor ich Euch weiter alles erkläre, schaut Ihr Euch am besten erstmal das Video selbst an. Und wenn Euch das nicht reicht, surfed Ihr einfach auf der offiziellen und mittlerweile mit viel Inhalt gefüllten Webseite von The Elder Scrolls Online vorbei.

Erscheinen soll The Elder Scrolls Online im Laufe des nächsten Jahres – eine Konsolenversion ist nicht geplant. Entwickler ZeniMax Online wurde übrigens bereits 2007 gegründet – und hat seitdem scheinbar nichts anderes gemacht. Sechs Jahre Entwicklungszeit? In der heutigen Zeit absoluter Luxus und eventuell ein erster Hinweis auf die hohe Qualität des Spiels.

Über ein Bezahlmodell wurden derweil noch keine Worte verloren, ein Free2Play-Modell würde mich bei diesen Produktionskosten aber stark überraschen.