Daddel-Awards 2012 – The Best, the Good, the Bad and the Ugly

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Was. Für. Ein. Jahr. Ich bin noch immer absolut überfordert wenn es um eine „kurze“ Zusammenfassung dessen geht, was 2012 so im Videospiele-Sektor abgegangen ist. Weswegen ich im folgenden wahrscheinlich auch wieder etwas über die Strenge schlagen werde. Deswegen keine weiteren Vorworte… heho, let’s go!

Vollpreis-Titel:

Fangen wir zuerst mal mit den größten Veröffentlichungen des Jahres an. Viele dieser Titel erschienen zum Vollpreis im Laden – was wiederum stolze 80 Prozent der hier aufgelisteten Titel nicht vor einem extrem raschen Preisverfall retten konnte. Eigentlich ist die Frage fast, ob sich die angesetzten 69 Euro im hiesigen Elektronikmarkt tatsächlich lohnen, oder ob bei etwas niedrigeren Preisen gar MEHR Spiele abgesetzt werden würden.

Die seltsame Preispolitik hinter einigen Spielen mal außen vorgelassen, präsentierte sich 2012 in Bestform: Die Veröffentlichungen der PlayStation Vita, des 3DS XL und der Wii U sorgten für viel Abwechslung in der Regalgestaltung von Media Markt, Saturn und Co. und in Sachen Software gab’s eine Erfolgsmeldung nach der nächsten zu vermelden – egal ob von der AAA-Front oder im Indie-Lager.

Arbeiten wir uns von oben nach unten durch, angefangen bei den Gurken und Enttäuschungen… bis hin zu dem einen Spiel, sie alle zu knechten. Hier meine Awards:

Ugly: Medal of Honor: Warfighter

Nur kurze Zeit vor dem Release von Call of Duty: Black Ops 2 erschienen, dabei vollgepackt mit sinnlosem Ami-Pathos und „genialem“ Story-Writing, Charakteren mit „echten“ Gefühlen… da brodelt die saure Kotze am oberen Luftröhrenrand. Spielerisch war’s gar nicht mal so verkehrt, nur von Kreativität und Bewegungsfreiheit in etwa so weit entfernt wie ein auf Entzug stehender Guantanamo Häftling.

moh warfighter

EA war im nachhinein sehr „enttäuscht“ über die Verkaufszahlen und wenn wir tatsächlich Glück haben tritt hiermit einer der ersten Militär-Shooter (mal wieder) vom Platz. CoD und Battlefield dürfen in 3 bis 5 Jahren gerne folgen.

Ugly: 007 Legends

Das offiziele Xbox-Magazin schreibt: „Multiplayer is where the real action is.“ Womit wir auch schon beim Problem wären: Keine Sau spielt den Mehrspieler, womit der einzige Pluspunkt dieses Retorten-Shooters auch schon wieder hinfällig wäre. Der größte Witz: die finale Mission im „Skyfall“-Gewandt war zum Erscheinen des Titels noch nicht im Spiel enthalten und durfte erst ab Filmstart heruntergeladen werden. Absurder PR-Scheiß.

Doppelt Schade: Wegen des fixen „Wir brauchen dringend ein Bond-Game zum neuen Film!“ Hintergrundgedöns kam Hersteller Eurocom endgültig in die Bredoullie. Nach einer heftigen Entlassungswelle musste der seit 1988 bestehende Entwickler Anfang Dezember seine Tore endgültig schließen. Und alles nur wegen „He, wir brauchen fix ein PR-Bond-Game!“. Dabei hätte aus dem Titel wirklich was besseres werden können – Entwicklungszeit vorausgesetzt.

Ugly: Fable: The Journey

Kinect interessiert noch immer keine Sau – zumindest in meinem Bekanntenkreis. Mit einem Metascore von 61 (bei stolzen 70 Kritiken!) zeigt das „Kinect Game of the Year“ Fable: The Journey, dass tatsächlich KEIN Entwickler die Hardware vernünftig in ein Spiel einbinden kann, ohne auf halbgare Minispiele und bekloppte Pantomimen-Einlagen zu verzichten.

Fable The Journey

Kurz: Kinect – nein, danke! Fable: The Journey? Nein, danke!

Ugly: Dirt Showdown

2012 war das Jahr von einem HAUFEN richtig mieser Rennspiele. Ok, vielleicht übertreibe ich etwas. „Richtig mies“ waren sie nicht… aber es fehlte ihnen an Seele und die jeweilige Neuausrichtung KOTZTE beinahe alle treuen Fans an. Dirt Showdown verkam zu einem Destruction Derby ohne Rally Komponente, das neue Need for Speed kann sich nicht zwischen Burnout und Need for Speed entscheiden (ohne EINE Sache richtig gut zu machen), Ridge Racer Unbounded… ach, lasst mich gar nicht DAMIT anfangen.

Warum die Entwickler überhaupt noch diese Namen im Titel führen will mir nicht einleuchten – als neues Brand hätte tatsächlich JEDES der hier angeführten Beispiele seine Nische gefunden. Dirt Showdown nehme ich deswegen als Sinnbild für ALL diesen Dreck, der in der Branche falsch läuft. Buuuh! Buuuh!

Ugly: Syndicate

„He, weißt du was? Komm, wir machen aus dieser unter den Hardcore-Nerds richtig bekannten Uralt-Action-Strategie-Marke einen EGO-Shooter. Weil: Ego-Shooter sind doch zur Zeit MEGA angesagt, oder?“ Ein Live-Gespräch aus dem PR-Headquarter von EA und den Starbreeze Studios.

Viele Menschen haben mittlerweile schlichtweg vergessen, dass Syndicate tatsächlich Anfang 2012 herauskam. Einige WOLLEN einfach nicht darüber reden. Gottverdammte Seelenvampire, die da munter an uralten Kreativ-Blutreserven rumsaugen und am Ende SOWAS herausspucken. Kommt schon! Bitte!

Ugly: Prototype 2

Ein anhaltender Trend: Teil 2 ist nicht immer automatisch der bessere Teil der Serie. Neben einer ziemlich miesen PC-Umsetzung ist Prototype 2 zumindest auf Xbox 360 und PlayStation 3 kein schlechter Titel per se – nur… lasst es mich so sagen: Wenn ich wirklich guten Kaffee trinke und diesen zwei Tage später nochmal aufwärme… es ist nicht dasselbe. Egal wieviel Zucker ich in die Tasse schütte.

Ugly: Resident Evil: Operation Raccoon City

Die Resident Evil Marke musste 2012 sprichwörtlich bluten. Raccoon City eröffnete das Horror-Jahr mit einem miesen Koop-Shooter aus der Sicht von absolut gesichts- und charakterlosen Umbrella Soldaten. Für mich ist die Kombination von Horror und Koop ja noch immer ein absolutes Paradoxon (Dead Space 3 möge mich bekehren!), aber auch die anderen Spielelemente in Raccoon City sind einfach nur halbgar, unmotiviert, unkreativ und – vor allem – meilenweit von Resident Evil entfernt. Kein Wunder, dass die Fans bei Resident Evil 6 erst recht ausgerastet sind – es kam einfach schon sehr lange Zeit kein vernünftiger Franchise-Vertreter mehr heraus.

Wo wir gerade dabei sind…

Bad: Resident Evil 6

Nein, Resident Evil 6 ist NICHT „ugly“. Dafür ist es dann doch ein recht weiter Weg von Raccoon City bis zu Resident Evil 6.

Irre lange Spielzeit, einige epische Momente, gigantische Bosskämpfe… und jede Menge sinnloses Geballer auf unterstem Design-Level. Verstehe diesbezüglich auch nie, warum RE6 in der Forenlandschaft gerne mit CoD und Co. verglichen wird – DIE liefern wenigstens ein funktionierendes Spielsystem, mit ordentlichem Trefferfeedback und nachvollziehbarem Interface. Nicht so bei Resident Evil 6.

Resident Evil 6

Letztendlich ist Resident Evil 6 das Werk von gefühlten 300 Köchen, von denen 20 sicher einiges drauf haben, von denen 200 fleißige Arbeiterdrohnen sind und von denen 80 gerne mal bei der Pizzeria nebenan vorbeischauen um sich das verdammte Menü abzuschreiben. Wohl bekommt’s? NOT!

Bad: Call of Duty: Black Ops 2

Na endlich, nach dem miesen Modern Warfare 3 endlich mal wieder ein vernünftiges Call of Duty und somit auch ein verdientes „Bad“ anstelle eines „Ugly“. Glückwunsch! Nächstes Jahr dann bitte mal Franchise Pause, ok?

Bad: Street Fighter X Tekken

Es hätte so schön werden können: Bekannte Tekken Charaktere, bekannte Street Fighter Haudegen, der fabulöse Art-Style aus Street Fighter 4… hach, da passt doch eigentlich alles!

Wenn… ja wenn Capcom nicht das „Wir zocken Spieler ab!“ Modell bis ins Exzess treiben würde. Zum Glück werden solche Sachen heutzutage ja recht schnell bekannt, zum Beispiel der Fakt dass die 12 DLC-Kämpfer bereits AUF der Disc schlummern und man praktisch zu deren Freischaltung nochmal zur Kasse gebeten wird. Von den ganzen Online-Schwächen zu Beginn und dem Motzen auf hohem Profi-Niveau mal ganz abgesehen.

SFXT SDCC

Street Fighter X Tekken fällt bei mir seit seiner Veröffentlichung unter die „wird als Game of the Year Edition für maximal 15 Euro gekauft“ Maxime.

Da fühlt man sich als Serienfan halt schon verarscht, wenn man im hiesigen Elektronikmarkt steht, die Verpackung in der Hand schwenkt und das Capcom Teufelchen lustig von der Schulter trillert „Die wollen dich verarschen! Lass das nicht mit dir machen!“. Schande über Capcom. Schande!

Bad: Assassin’s Creed 3

Für eines der visuell und akustisch eindrucksvollsten und historisch teils doch pervers akuraten Videospiele 2012 ist es nicht mehr als ein Skandal, dass das darunterliegende Spielgerüst bestenfalls „bei der Stange haltend“, schlimmstenfalls vollkommen langweilig und uninspirierend ist.

Assassins Creed III

Kurz: Mal wieder eine vertane Chance ein episch ausgestattetes Videospiel zu einem All-Time-Classic zu machen. Das verdient leider kein „Good“, sondern ist schlichtweg einfach nur „bad“. Buhuuu!

Bad: Diablo 3

Ich frag mich ja noch immer, woran Blizzard die letzten (gefühlten) 100 Jahre geschraubt hat, denn Diablo 3 kann es schlichtweg NICHT gewesen sein. Fragwürdige Entscheidungen bezüglich des Spielsystems (alle Schwierigkeitsgrade hintereinander durchzuspielen um endlich „Hölle! Hölle! Hölle!“ johlen zu dürfen ist ein Witz!) und bezüglich der Vermarktung (Auktionshaus-Desaster, noch immer kein PVP, zum Start unspielbar) machen aus einem ansonsten absolut spielbaren und fantastisch inszeniertem Titel eine der größten Enttäuschungen 2012.

Das langt zwar nicht zum „ugly“, aber für ein „Good“ reicht’s beim besten Willen nicht aus. Tut Euch selbst einen großen Gefallen und testet Torchlight 2 an. Für einen Drittel des Preises. Bitte!

Bad: World of Warcraft: Mists of Pandaria

Da sind sie ja wieder, die knuffigen Pandas mit Alkohol-Fetisch, der „Witz“ der Blizzard-Kultur. Noch einfacher zu vermarkten als Eisbären im Zoo, die epileptisch im Becken ersaufen… oder Menschen die sich aus dem Weltall auf die Erde stürzen.

Abseits davon gibt’s neue Instanzen, die man in wenigen Minuten durchgekloppt hat, richtig „harte“ Schwierigkeitsgrade für „harte“ Leute, Pokémon-Fights zwischen Haustieren, jede Menge asiatische Thematik und ein Haufen anderer Neuigkeiten. Achja, man kann jetzt auch seine eigene Farm führen. Und einen Panda spielen – zumindest wenn man tatsächlich die Lust aufbringen kann nochmal von Level 1 bis Level 90 zu zocken.

Mists of Pandaria

Kurz: Spielerisch eine Gratwanderung zwischen Tradition und Anfänger-Freundlichkeit, grafisch noch immer prächtig und in Sachen Spielspaß in etwa so aufregend wie eine Runde Activity mit Freunden, welche einfach nicht enden will. Genug Alkohol (oder guten Willen) vorausgesetzt kann’s dennoch spaßig sein. Für mich persönlich landet’s nach langer, langer Überlegung auf dem „Bad“-Stapel. Bye, bye, Azeroth. Bye, bye Pandaria!

Bad: Mass Effect 3

Was in den Foren für ein Geschiss über das versaute (und mittlerweile nachgebesserte) Finale der sagenumwobenen Bioware-Trilogie veranstaltet wurde kann ich persönlich bis heute nicht nachvollziehen. Was natürlich daran liegt dass ich bis heute nicht zum Ende gekommen bin, weil mir unterwegs immer mehr klar wurde: Das hier ist kein Rollenspiel mehr! Nicht im geringsten. Hin und wieder ein Gespräch beeinflussen und in seine „Rolle“ schlüpfen reicht mir da bei weitem nicht.

Kurz: nach fünf Stunden Korridor-Gelatsche, Deckungs-Geballer und Munitions-Aufsammeln hat’s mir gereicht. Klar, das Spiel ist tatsächlich gut. Und der Mehrspieler ist auch nicht so schlecht, wie er in den Foren gemacht wird. Aber für mich persönlich reicht das nicht aus um Mass Effect 3 guten Gewissens ein „Good“ aufdrücken zu können. Also ab auf den „Bad“-Stapel damit. Bäh!

Bad: Twisted Metal & StarHawk

Zwei PlayStation Klassiker ließen in mir jede Menge Hoffnung aufkeimen, dass „die gute alte Zeit“ auf PlayStation 3 aufleben könnte. Tat sie nicht. Vielleicht liegt’s auch einfach an mir oder diesem seelenlosen Internet-Mehrspieler-Gedöns, wo immer schrille Kiddie-Stimmen ein nettes „Fuck You!“ aus den Boxen dröhnen lassen. Rest in Peace Sweet Tooth.

Bad: Final Fantasy XIII-2

Den dreizehnten Teil der ewigen Square-Enix Saga habe ich bis heute nicht durchgezockt und ich halte Lightning noch immer für eine der nervigsten Heldinnen aller Zeiten. Eigentlich also ein klarer Fall für den „Ugly“-Stapel. Dank (angeblich) ziemlich versiertem Spielsystem, langer Spielzeit und coolem Zeitreise-Feature reicht’s dann doch für ein „Bad“. Glückwunsch.

Good: Darksiders 2

Sicher ein Titel der zumindest für mich persönlich auch eine Auswahl zum Spiel des Jahres 2012 verdient hätte… wenn ich es denn wirklich gespielt hätte. Aber mit erst 4 Stunden auf dem Tacho bin ich noch weit davon entfernt mir ein endgültiges Urteil leisten zu können.

Eines steht aber fest: die Verquickung von zahlreichen Zelda- und Castlevania-Elementen auf Ebene des Spielsystems mit World of Warcraft Ästhetik und brachialen, von God of War inspirierten Kämpfen gehört bereits jetzt nach ganz weit vorne in meiner Hitliste. Daumen hoch!

Darksiders 2

Good: Skylanders: Giants

Nein, ich habe Skylanders: Giants nicht gespielt – aber dem Titel gehört dennoch ein ganz besonderer Platz in dieser Liste. Es ist eines von wenigen wirklich kreativen Spielen aus dem großen Hause von Activision und beweist, dass sich auch „andere“ Spielthematiken blendend verkaufen können. Einer etwas älteren Quelle zur Folge wurden bereits über 30 Millionen Figuren weltweit verkauft – das Pokémon-Syndrom rockt also weiterhin.

Schade, dass ich aus dem Alter raus bin. Und das meine ich ausnahmsweise sogar mal ernst.

Good: Hitman Absolution

Großes Tamtam gab’s auch zu Hitman Absolution, welches vor allem wegen dem gewagten „Killer Nonnen“ Trailer auch in meine „Good“-Liste aufgenommen wird. Das Spiel selbst durfte ich bislang nur über diverse Medien beobachten – aber was ich bislang gesehen habe konnte mich durchaus beeindrucken.

Um es noch präziser auszudrücken: Absolution ist das erste Hitman, für welches ich selbst als „nichtschleichender Rambo-Verschnitt“ Sympathien hege. Daumen hoch!

Good: New Super Mario Bros. 2

Hach, herrlich! Es ist schon was länger her dass ich einen Mario-Titel von Anfang bis Ende durchgezogen habe (das 3D-Mario steht noch immer offen). Außerdem hat’s meine Anfänger-Mama ebenfalls in einem Rutsch durchgezockt, was gleichzeitig einer der schönsten Zockermomente meines (und ihres) Jahres gewesen ist.

New Super Mario Bros. 2

Zum Spiel selbst: Anfangs habe ich den Münzen-Overkill noch milde belächelt, nach wenigen Levels war ich im verdammten Goldscheffelrausch, inklusive heraushängender Zunge und Goldtaler vor den Augen. Ein geniales Gefühl einen Mario-Titel endlich mal wieder auf einen „Highscore“ hin zocken zu dürfen. Schade nur, dass ich im Bekanntenkreis nicht mit meinen Höchstpunktzahlen protzen kann – der 3DS ist hier in etwa so verbreitet wie bengalische Tiger in Duisburg.

Good: New Super Mario Bros. U

Wieviel Mario verkraftet ein Jahr? Nun, wenn’s nach mir geht: Eine ganze Menge! Neben dem 3DS-Münzrausch debüttierte 2D Mario in strahlendem HD auf der Wii U… und bringt in Sachen Oberweltgestaltung wohlige Erinnerungen an Super Mario World zurück. Packt noch einen launigen Vierspielermodus und knuffige Yoshis oben drauf und Ihr erhaltet einen weiteren Pflichtkauf auf der 2012er Einkaufsliste.

Good: Halo 4

Ich mag kein Halo. Ich kann mit dem Sci-Fi Hintergrund genauso wenig anfangen wie mit Star Trek und Stargate und wie sie nicht alle heißen. Ich mag’s einfach nicht. Aber nach einer gut vierstündigen Session zusammen mit Herrn Jay kann ich dann doch guten Gewissens sagen: Halo 4 ist ein tolles Spiel und taucht verdient in vielen Bestenlisten auf. Ebenfalls nicht unterschätzen sollte man den Mehrspieler-Aspekt von Halo – ich bin immer wieder geschockt WIEVIELE Menschen sich da täglich auf die Moppe geben.

Good: Sonic & All-Stars Racing Transformed

Der beste Arcade-(Kart)-Racer des Jahres. Bunt. Schrill. Schnell. Und Fanservice pur. Da stinken das olle F1 Race Stars und der Karting-Versuch der Little Big Planet Crew einfach nur ab. Punkt!

Good: Dishonored

Habe ich schon erwähnt dass ich kein großer Fan von Schleich-Spielen bin? Aber auch hier brennts mir in den Fingern, alleine aufgrund der extrem positiven Meinungen welche Dishonored bis zum heutigen Tag mit Lob regelrecht überhäufen. Für viele Zocker also scheinbar verdient das Spiel des Jahres 2012… und ganz nebenbei ENDLICH mal wieder eine neue IP mit neuen Stilelementen und neuen Mechaniken.

Dishonored 1

Herrlich dass sich solche Spiele gut verkaufen. Ich blicke optimistisch in die Zukunft dass da noch mehr kommt. Also neue IPs… nicht Dishonored 2 😉

Good: Far Cry 3

Mehrere Inseln vollgepackt mit Open World Goodness, fiesen Piraten, überraschenden Begegnungen mit dem Tierleben. Sammel- und Kill-Quests en masse, tolle Fortbewegungsmöglichkeiten per Land, Wasser und Luft und einer der atemberaubensten Bösewichte der letzten Jahre lassen Far Cry 3 weit über den zweiten Teil hinauswachsen. Außerdem spielt es unter Palmen, was bei mir persönlich ansich schonmal ’ne dufte Sache ist. Kaufen!

Good: The Lego Lord of the Rings

Nach dem Hobbit gleich die zweite große, mediale Begegnung mit Tolkien im Jahr 2012. Zwar hat sich jetzt nicht sooo viel getan im direkten Vergleich mit den Vorgängern, aber auch The Lego Lord of the Rings treibt ein Grinsen nach dem nächsten auf mein Gesicht. Und das reicht dicke für ein „Good“!

Good: League of Legends

Ja, ja. LoL ist kein Titel der 2012 herauskam. Und es ist nichtmal ein Vollpreistitel, obwohl ich mittlerweile locker soviel Geld wie in gefühlte 100 Vollpreistitel hinein gepumpt habe. Aber bei wilden Zockerorgien über beinahe JEDE Woche des Jahres und einer Spielzeit mit weit über (gefühlten) 10.000 Stunden gehört der Titel hier einfach mit rein. Auf eine erfolgreiche Season 3 und viele neue Helden im kommenden Jahr!

Lulu

Good: Max Payne 3

Optisch und Akustisch eine absolute Wucht punktet Max bei mir noch immer mehr äußerlich, als innerlich. Obwohl der Mehrspielermodus erstaunlich gut ausgefallen ist und für mich überraschend auch noch immer recht viel gezockt wird. Daumen hoch in Bullet Time!

Good: Dead or Alive 5

Eines der wenigen Prügelspiele 2012, welches mit einem wirklich durchdachten Kampfsystem punkten konnte. Außerdem: Wackelnde Hupen von dick bestückten Manga Babes und viele erzürnte Moral-Apostel. Reicht für ein „Good“, auch wenn ich liebend gerne Persona 4 Arena an dieser Stelle gesehen hätte. Aber das ist noch immer nicht in Good Old Germany erhältlich. Buh, Atlus, Buuuh!

DoA_5

Good: Rocksmith

Als bekennender Rock Band Fan kann ich nicht anders als die mutige Ubisoft-Gitarrensoftware hier aufzulisten. Wäre für mich noch immer ein großer Wunsch endlich mit so einer Software Gitarre lernen zu können. Tolles Teil!

Good: Sleeping Dogs

Asia-Setting, fiese Finisher, eine coole Story und ein perfekter PC-Port – viel kann man Sleeping Dogs tatsächlich nicht vorwerfen. Mittlerweile ist das Teil bereits kurz vor der Verramschung, weswegen eigentlich JEDER bekennende GTA- und Open-World Fan mit Asia-Faible mal reinschauen sollte.  Bester Finisher 2012: Gegner auf Schwertfische spießen. Wohl bekommt’s!

Sleeping Dogs

Good: Kingdoms of Amalur: Reckoning

Überraschungshit Anfang des Jahres – mittlweile ist der Titel praktisch vollkommen aus der Berichterstattung verschwunden und gilt nur noch als Geheimtipp. Die fantastische Mischung aus World of Warcraft und God of War begeistert mit vielen eigenständigen Ideen, gigantischer Spiellänge inklusive zweier Addons und einer Milliarde Quests. Wer billig dran kommt sollte Amalur auf jeden Fall nachholen! Es lohnt sich.

Für Nina übrigens knapp das Spiel das Jahres 2012.

Good: Xenoblade Chronicles

Der Soundtrack ist mehrere Wochen durch meine Ohrmuscheln geschallt, das Spiel selbst habe ich bis heute nicht gezockt. Was nicht weniger als eine mittelschwere Katastrophe ist – schließlich haben wir hier eines der besten JRPGs der letzten Jahre vor uns! Die „Xeno“-Spiele haben für mich seit dem Ursprung Xenogears eine ganz besondere Bedeutung, weswegen auch Xenoblade Chronicles unbedingt hier rein muss. Jetzt brauche ich nur noch mehr Zeit und ein zweites Paar Hände… sowie die Muße meine Wii mal wieder zu entstauben.

Good: Lollipop Chainsaw

Noch so ein Titel der in viel zu wenigen Top-Listen auftaucht. Das Spielsystem mal beiseite geschoben – was kann man an einer sexy Cheerleaderin mit Kettensäge und sprechendem Ex-Freund-Kopf am Gürtel nicht liebhaben?

Good: SSX

Die Rückkehr der SSX-Serie wurde in zahlreichen Foren als „nicht oldschool“ genug beschimpft und letztendlich auch verkaufstechnisch abgestraft. Mir persönlich absolut Wurst – ich fand’s klasse, allen voran wegen des schnellen Bestzeiten- und Highscore-Vergleichs zwischen Freunden.

The Very Best: Borderlands 2

Mit weit über 100 Stunden Spielzeit ist Borderlands 2 wohl eines meiner meistgespielten Titel 2012 und definitiv DAS meistgespielte Spiel meiner Steam-Library. Außerdem bietet es mit Handsome Jack den wohl einprägsamsten Bösewicht des Jahres (ok, zusammen mit Vaas aus Far Cry 3) und einen Klopperspruch nach dem nächsten – meist angesiedelt weit unter der Gürtellinie, also genau der richtige Humor für mich persönlich.

Claptrap wurde zudem auf den VGA 2012 zum besten Charakter des Jahres gewählt – unvergessen bis in alle Ewigkeiten wird wohl seine phänomenale Geburtstagsparty bleiben. Tööörööööööt!

Borderlands 2 Big Game Hunt 1

Kurz: Ein fantastisches Spiel, welches vor allem mit Kollegen die Hütte rockt. Und sogar die DLCs sind super. Alle glücklich? Yup! Daumen hoch!

The Very Best: XCOM: Enemy Unknown

Jedenfalls hab ich mir sagen lassen XCOM: Enemy Unknown sei ein fantastisches Spiel. Nina ließ sich jedenfalls über einen längeren Zeitraum nur noch mit dem Brecheisen vom PC lösen – was ein eindeutiger Hinweis auf ein potentielles Spiel des Jahres ist. Ich persönlich hab’s noch immer nicht gespielt, aber ich denke dieser Titel gehört tatsächlich nach weit, weit oben.

Schön, dass solche Titel in unserer heutigen von Action verseuchten Zeit überhaupt noch produziert werden und DANN noch erfolgreich an der Kasse sind. Danke!

The Very Best: Guild Wars 2

Guild Wars 2 kratzt bei mir persönlich eng an der Krone zum Spiel des Jahres 2012. Die Zeit welche ich in Tyria von Level 1 bis Level 80 verbringen durfte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Grafik und Sounduntermalung sind einfach „Top Notch“, aber wirklich vor Freude aufgehen tut mein Herz erst beim grandiosen Spielsystem, den gewitzten Design-Entscheidungen und den knackigen Dungeons, welche für einige der größten Erfolgserlebnisse 2012 sorgten.

Außerdem nochmal einen Daumen hoch für die Abschaffung der Abo-Gebühren!

Guild Wars 2 Asura

The Very Best: Forza Horizon

Auch hier war ich mir lange unschlüssig. Spiel des Jahres 2012? Knapp! Dafür hat es mich schlicht noch nicht lange genug (also über Monate) unterhalten. Aber WAS ich bislang mit dem Spiel erleben durfte ist schlicht das beste Rennspiel-Vergnügen 2012. Ach was sage ich. Das BESTE RENNSPIEL seit mehreren Jahren!

Das virtuelle Colorado zaubert ein Grinsen nach dem nächsten in mein Gesicht, der Soundtrack ist absolut göttlich, die Lenkung der Wagen die perfekte Kombination zwischen „arcädi“ und „simulationslastig“. Fantastischer Stoff, der kürzlich nochmal mit einer eigenen Rally-Erweiterung vergrößert wurde. Kaufen!!!

The Ultimate Game of the Year (Vorsicht! Subjektive Meinung INCOMING!): The Walking Dead

Und mein Spiel des Jahres ist…. The Walking Dead! Die Comics von Kirkman habe ich bereits Anfang diesen Jahres ausgelesen, die TV-Serie brachte mit der 3. Staffel wieder neues Feuer in den Zombie-Ofen… und das Spiel stellte sich bereits nach kurzer Zeit als DER Überraschungshit 2012 heraus. Was nicht unbedingt am etwas einfallslosen Spielsystem á la „Klicke hier, gehe dorthin, Klicke da!“ liegt. Vielmehr sind es die fiesen Entscheidungen, welche Ihr teils in nur wenigen Sekunden treffen müsst, um Eure Gruppe am Leben zu erhalten.

Hinzu kommt der fantastische Soundtrack aus der Feder von Jared Nathaniel Emerson-Johnson. Der „Alive Inside“ Track hat zwar keine besonderen Höhepunkte, wird mich aber sicher noch einige Jahre in meinen Träumen verfolgen.

Den Song zum Finale will ich nicht spoilern, aber das Teil hat bei mir Gänsehaut pur verursacht.

Kurz: Das Videospiel zu The Walking Dead hat mich nicht zuletzt aufgrund seiner Episoden-Veröffentlichung (das Spiel wurde in 5 Episoden geteilt, welche alle einzeln veröffentlicht wurden) praktisch seit April in seinen Klauen gehabt. Mit einer Spielzeit von ca. 14 Stunden hat es sicher nicht den größten Inhalt 2012 geboten… aber den bei weitem intensivsten Stoff.

Wer es noch immer nicht besitzen sollte: Unbedingt nachholen! Einfach nur ganz großes Kino und einer der wenigen Beweise dass Videospiele auch ohne komplizierte Spielsysteme, Regelwerke und Gegnerverhalten rocken können.

Download Games:

Trotz eines eher schwachen XBL Summer of Arcade (traditionell die Hochzeit für kreative Arcade- und Indie-Titel) kamen dieses Jahr unglaublich viele Indies heraus, welche durch Genialität, fantastische visuelle und akustische Kreativität und Mut zu neuen Spielkonzepten jeden alteingedienten Vollpreistitel alt aussehen ließen.

Überraschend brachte das hierzulande noch immer von fiesen Schwierigkeiten geplagte PSN zwei der besten PS3-Exklusivtitel des Jahres hervor: Journey wurde mit Awards und Lob überhäuft und auch The Unfinished Swan sorgte für einiges an Aufsehen. Außerdem nennenswert in Sachen PSN: Papo & Yo!

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Wo wir gerade bei der Cremé de la Cremé der Download-Games sind: The Mark of the Ninja und FEZ punkteten mit perfekt ausgetüftelter Spielsystematik, Trials Evolution dagegen ist mein persönliches Download-Spiel des Jahres 2012.

Noch ein kleiner Trend nebenbei: Indie-Spiele welche praktisch im Alleingang programmiert wurden, so zum Beispiel Dust: An Elysian Tail oder der Contra-Verschnitt Intrusion 2. Man braucht halt nicht immer ein komplettes Studio um ein fantastisches Spielvergnügen zu programmieren!

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Bei den anderen Titeln komme ich kaum nach, diese genialen Kleinode zu zocken: Sine Mora ist einer der besten 2D-Shooter des Jahres, Minecraft setzte seinen Siegeszug auf XBLA, Android und iOS fort und half mir durch die schwierige „Magisterarbeit-muss-fertig-werden-aber-ich-spiele-besser-noch-ne-kurze-Runde“ Zeit. Rock Band Blitz ließ für einige Wochen wieder oldschoolige Amplitude & Frequency Gefühle in mir aufleben.

Auf Steam sorgten Natural Selection 2 als fantastisch durchdachtes Mehrspieler-Gemetzel mit Strategie-Fokus, Hotline Miami mit Farb- und Gewaltrausch sowie To The Moon mit einer grandiosen Hintergrundgeschichte für Aufsehen. Torchlight 2 machte mal eben Diablo 3 Konkurrenz… und überragte den Konkurrenten in vielerlei Hinsicht sogar.

Tony Hawk wurde in HD wiederverwurstet, Spelunky ist mein persönliches Hardcore-Game des Jahres, Retro City Rampage ließ mich dank zahlloser Anspielungen an die „Good old Times“ dauergrinsen. Orcs must die! 2 bekommt zwar keinen Innovations-Oscar, sorgte aber im Ko-op-Modus für zahllose Stunden munteren Ork-Gemetzels.

RetroCityRampage

Kurz: Download-Games für unter 20 Euro sind mein wahres Highlight 2012 und lassen freudig in die Zukunft des kreativen Spielens blicken.

Konsolen und Hardware-Entwicklungen:

PS Vita VS 3DS

Hachja, die PS Vita. Der wohl leistungsstärkste und mit diversen Gimmicks nur so vollgepumpte Handheld von Sony hatte dieses Jahr einen denkbar schwierigen Stand – mangelnder Vermarktung seitens Sony und darbenden Software-Neuveröffentlichungen sei Dank. Dabei gibt’s auf dem Teil mittlerweile soviele Geheimtipps, dass von „Geheim“ eigentlich kaum mehr die Rede sein kann. Das größte Problem: Viele der Titel gibt’s ebenfalls über das PSN ganz normal für PlayStation 3 – wer das Zeug nicht unbedingt unterwegs zocken will, hat somit eigentlich keinen Grund zur Vita zu greifen (zum Beispiel das grandiose Sound Shapes).

Wirklich „exklusiv“ bleiben somit nur LittleBigPlanet (wo es auf PS3 auch genug Alternativen gibt), ein recht gutes Hosentaschen Uncharted: Golden Abyss, Lumines: Electronic Symphony und WipEout 2048. Das Weihnachtsprogramm besteht beinahe nur aus dem spaßigen Prügler PlayStation Allstars Battle Royal und Call of Duty: Black Ops Declassified, welches wertungstechnisch absolut abgeschmiert ist. Kein schönes Weihnachtsfest für Vita-Daddler.

Einziger Lichtblick: Am 22. Februar erscheint die japanische RPG-Perle Persona 4 Golden auch hierzulande. Importfreunde versüßen sich die Feiertage mit diesem Zeitfresser.

Der 3DS kommt Software-mäßig ebenfalls immer mehr ins Stocken: Noch immer kein Animal Crossing, noch immer kein Luigi’s Mansion… einzig das neue Paper Mario bietet sich zum Ende des Jahres hin potentiellen Käufern zur Auswahl.

Lob gibt’s für den 3DS XL: Auf dem größeren Display kommt der 3D-Effekt erheblich angenehmer rüber, außerdem ist die Akkulaufzeit tatsächlich brauchbar und die Verarbeitung klasse. Fehlen halt nur noch die Spiele, welche im Nintendo-Stil weiterhin im „1 Spiel alle 4 Monate“ Rhytmus erscheinen.

Wii U

Seit dem 30. November endlich offiziell erhältlich hält sich auch die neueste Konsole von Nintendo softwaremäßig zurück: ein HD-Mario und das groß angepriesene Zombi U, welches daraufhin an der Wertungsfront nur mäßig begeistern konnte, waren die Highlights zur Veröffentlichung. Dazu gibt’s gewohnte Minispiel-Kost en masse, sei es Nintendo Land, Rabbids Land und wie sie nicht alle heißen.

Außerdem gibt’s einen großen Haufen von Adaptionen älterer LastGen-Titel wie Batman Arkham City Armored Edition, das erstaunlich gut umgesetzte Ninja Gaiden 3, Mass Effect 3 in der Special Edition, Darksiders 2 und so weiter.

Bis das nächste Zelda HD, Pikmin, Metroid und Co. die Bühne betreten dürfen wir wohl wieder etwas länger warten. Bis dahin bleibt die Wii U für mich persönlich im Regal stehen.

Die anfangs skeptische Forenmeinung hingegen ist tatsächlich ins Gegenteil gekippt: Beinahe jeder Besitzer einer Wii U ist absolut zufrieden und glücklich mit dem Teil. Und über die Feiertage konnten die zahlreichen Mehrspieler-Modi auch eifrig mit der Familie ausprobiert werden – in dieser Hinsicht hat’s Nintendo einfach drauf.

Trends, wütende Fans und PR-Desaster

Heute heiter, morgen Shitstorms

Klar, Shitstorms sind so alt wie das Internet, aber 2012 ist mir dieses Phänomen mal wieder besonders aufgefallen. EA, Activision und Co. stehen praktisch in der Dauer-Kritik seitens der Fans, Spiele werden bereits vor ihrem Erscheinen in Grund und Boden gerotzt (Resident Evil 6 Demo), über die E3 und die Gamescom finden sich keine guten Wörter mehr, nicht funktionierende Server bereiten das Aus für jede Spielemarke vor (Diablo 3) und beinahe jede PR-Aktion geht nach hinten los. Kurz: Da draußen gibt’s definitiv zu viele Hater!

Hoffentlich entpuppt sich 2013 in dieser Hinsicht als „heiter und wolkig ohne Shitstorms“.

Indies auf Steam: War Z, Towns und „was da noch so kommen mag!“

Per se erstmal keine schlechten Spiele (ok, zumindest War Z IST ein schlechtes Spiel, aber das ist halt nicht der Kern der Sache) liefern diese Titel eine besorgniserregende Entwicklung bezüglich von Indie-Spielen: Ja, auch Indie-Entwickler können fiese Abzocker, arrogante Idioten oder schlicht Lügner sein. Was wir uns in letzter Zeit eigentlich nur noch in Sachen von großen „bösen“ Publishern wie EA, Activision-Blizzard und Co. haben vorstellen können, zeigt seine häßliche Fratze jetzt auch im immer beliebteren Indie-Genre.

Man kann es eigentlich nicht genug betonen: Informiert Euch BEVOR Ihr ein Spiel kauft. Diese goldene Regel findet in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit eine Priorität, welche selbst ich ihr vorher nicht zugestanden hätte. Dank schneller Sales und immer weiter abfallender Online-Preisen von Videospielen ist der „Einkaufswagen-Button“ meist fixer gedrückt, als sich Gabe Newell und Co. die Hände reiben können.

Googelt den Hersteller, bemüht YouTube, schaut beim schrecklichen „Metacritic“ vorbei und vergleicht die „Nuller“ mit den „10ern“ um Euch selbst eine eigene Meinung bilden zu können. Testet Demos an. Fragt Freunde. Aber legt es nicht einfach nur in den virtuellen Einkaufskorb weil es um 20 Prozent reduziert ist und „nur noch“ 10 Euro kostet. Ihr macht es diesen unfairen Geschäftsmännern sonst zu einfach!

Blick in die Zukunft

Bevor ich mich hier weiter um den Verstand tippe (2012 ist VIEL passiert!) will ich zum Abschluss noch fix einen kleinen Blick ins neue Jahr werfen. Ein Jahr, indem uns gleich die nächste Spielelawine ins Haus steht, denn solche Brocken wie Dead Space 3, Dmc – Devil may cry, Ni No Kuni – Der Fluch der weißen Königin, Aliens: Colonial Marines, Persona 4 Golden, Persona 4 Arena und  Tomb Raider machen sich gleich in den nächsten Monaten auf Euer Portemonnaire weiter zu plündern.

Etwas weiter in der Zukunft liegen Crysis 3, Watch Dogs, The Last of Us, The Walking Dead (diesmal als Ego-Shooter), Gears of War: Judgment… und natürlich GTA V, die wahrscheinlich größte Veröffentlichung des nächsten Jahres.

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Durchaus gespannt sein darf man auch auf Blizzard’s weiteren Kurs: Die WoW-Zahlen sind noch immer am sinken, das nächste Starcraft 2 Addon steht an… aber sonst ist eher Funkstille. Meine Voraussage: 2013 kündigt Blizzard ein neues Online-Rollenspiel an, welches sich von den alten Welten entfernt und etwas „neues“ versucht.

Weiter boomen wird die E-Sport Branche – nicht zuletzt aufgrund von League of Legends und der noch immer ausstehenden Veröffentlichung von Dota 2. Hier schauen mittlerweile mehr Leute zu als bei einigen Profi-Fußballspielen… und es fließt auch immer mehr Kohle durch Sponsoren, Teams und Werbung.

Bleibt eigentlich nur noch die große Frage: Wann erscheint die Ablöse von Xbox 360 und PlayStation 3? Ich rechne frühestens zur E3 2013 mit ersten Infos, eine Veröffentlichung von neuer Hardware im Rahmen von 2013 halte ich noch immer für fragwürdig.

Abseits von Sony und Microsoft werkelt übrigens noch immer Valve an seinem eigenen „Auftritt“ – mal schauen ob’s in Form einer eigenen Konsole passiert. Eines steht fest: Steam als Plattform nähert sich seinem Zenit und könnte in dieser Hinsicht für eine neue Sicht auf Videospiele generell sorgen – wenn Valve mitspielt. Technische Visionen wie der „Big Screen Modus“ deuten jedenfalls schon jetzt daraufhin.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und eine prall gefüllte Spiele-Bibliothek, welche Ihr über die Feiertage abarbeiten könnt!

Disgaea 2