„Enslaved: Odyssey to the West“ findet nach einer Odyssey auf Steam

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Enslaved PC Steam

Bereits lange vor Crysis 3 und The Last of Us bot Ninja Theory’s Enslaved: Odyssey to the West ein Szenario, welches das geflügelte Wort „Großstadtdschungel“ beim Namen nimmt und Euch mit überwucherten Straßenzügen und mit Schlingpflanzen behangenen Wolkenkratzern konfrontiert.

Im Oktober 2010 erschien das Spiel erstmals für Xbox 360 und PlayStation 3, stolze drei Jahre später hat sich Enslaved jetzt auf PC geschlichen. Keine Werbung, keine großen Worte: Namco Bandai packte das Spiel still und heimlich per Download auf Steam – und das an einem Tag, an dem mit Batman Arkham Origins gleich ein weiterer, großer Titel veröffentlicht wurde.

Meistens sind diese „stillen“ Veröffentlichungen kein gutes Zeichen, was die Qualität des angebotenen Produkts angeht. Tatsächlich aber ist Enslaved – Odyssey to the West hervorragend gealtert, und versprüht auch heute noch jede Menge Charme rund um den eigenwilligen Hauptcharakter Monkey und seine unfreiwillige Begleiterin Trip, die sich durch das postapolyptische New York City schlagen.

Enslaved PC Steam 2

Im Hintergrund werkelt einiges an bekannten Talent: Die Geschichte stammt von Alex Garland (Sunshine, 28 days later, Dmc), Monkey wird von Andy Serkis (Gollum) gesprochen, Trip von Lindsey Shaw. Basieren tut die Geschichte übrigens auf der chinesischen Novelle „Journey to the West“ von Wu Cheng’en, welche mit dem Affenkönig bereits Pate für viele andere Geschichten stand (Dragonball zum Beispiel).

Spielerisch erwartet Euch eine Mischung aus Teamwork-Rätseln, viel Gekloppe gegen Roboter, schräge Charaktere wie Schrottkönig Pigsy und die stete Sorge um Trip, die meist mehr Last, als Hilfe für Euch ist.

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Die PC-Version hört auf den Titel Enslaved: Odyssey to the West Premium Edition und kommt inklusive aller veröffentlichten DLCs daher. Leider sind diese nicht besonders üppig ausgefallen, da sich das Spiel bereits damals nicht wirklich gut verkaufen wollte: „Pigsy’s Perfect 10“ ist der einzige DLC, der das Spiel inhaltlich erweitert, nebenbei warten mit Ninja Monkey, Classic Monkey und Sexy Trip einge nutzlose Skins für die Charaktere auf Euch.

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Technisch wurde Enslaved nur rudimentär auf PC portiert – die Framerate ist flüssiger und rein optisch bietet der Titel auch heute noch gewisse „Wow!“-Momente – auch wenn die Konkurrenz in dieser Hinsicht in den letzten Jahren natürlich einiges draufgelegt hat.

Wer sich nicht vor etwas Frickelarbeit scheut, kann das Spiel in der „ini“-File seinen Wünschen entsprechend anpassen. Hinzukommen Steam-typische Features wie der Big Picture Mode, Steam Achievements und Cloud Saves.

Enslaved: Odyssey to the West Premium Edition gibt’s für knapp 20 Euro auf Steam.