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Schnell den Farmhut aufgesetzt und einen Grashalm zwischen die Beißerchen geklemmt: FrontierVille von Zynga Games hat wahrlich das Potential, dem Klassiker FarmVille den Rang abzulaufen. Doch damit der Ausflug ins Hinterland funktioniert, sollte man einige Kleinigkeiten beachten – hier also eine Aufstellung von Tipps & Tricks rund um das von Schlangen, Murmeltieren und Bären verseuchte Stück Land.

(Meine ersten Eindrücke zum Spiel könnt Ihr nochmal hier nachlesen!)

1.) Eine Möglichkeit, die sich prima für die eine oder andere Quest (Bären und Schlangen verprügeln) ausnutzen lässt: Baut zuerst Steine und Bäume am Rand der Karte ab! Je weiter am Rand die Felder liegen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr die Bären, Schlangen (etc…) mit nur einem einzigen Schlag besiegt – denn sobald die Viecher außerhalb der Grenze “gedrängt” werden, geben sie automatisch auf. So spart Ihr Euch eine Menge Energie!

2.) Schützt die Natur! Ich habe schon jetzt einige Farmer in der Freundesliste, welche ihr komplettes Feld abgegrast und abgeholzt haben… und sich jetzt beschweren, dass sie keine Baumaterialien mehr bekommen. Fazit: Lasst einige Bäume, Kakteen und Sträucher stehen!!! Es sieht nicht nur besser aus, wenn das Land etwas “verwegen” ist, sondern es wächst auch schneller neues Gras nach! Selbst Bäume, Steine, Knochen und Sträucher können nachwachsen – ihr müsst der Natur nur etwas Zeit und Platz lassen!

Je mehr Bäume, desto mehr Holz! Gebt der Natur Zeit, sich wieder herzustellen!

3.) Epische Felder im Stil von FarmVille machen wenig Sinn: Mit maximal 29 Energie lassen sich auch nur maximal 29 Felder abarbeiten! Denkt daran, dass das Spiel nicht in Arbeit ausarten soll – legt also keine Felder im 50 mal 50 Maßstab an, die ihr dann a) eh nicht abarbeiten könnt, oder b) schlicht vergesst abzubauen. Außerdem könnt Ihr jederzeit Eure Nachbarn für Euch arbeiten lassen – dies schont Eure Energieleiste noch mehr.

4.) Verdorrte Felder lassen sich von Nachbarn wiederbeleben! Zerstört diese also nicht sofort, wenn Ihr noch Hoffnung habt, dass sich ein charmanter Nachbar an die Felder macht und diese wiederbelebt! Eine weitere Möglichkeit ist die Erdnuss-Kollektion, welche Ihr durch das Abernten von Erdnussfeldern vollmacht – diese belebt ALLE Eure verdorrten Samen wieder!

5.) Übrigens: Das Verdorren von Feldern folgt recht simplen Regeln. Wer zum Beispiel Kartoffeln abbaut, kann diese in vier Stunden ernten – verdorren werden die Kartoffeln nach acht Stunden! (also doppelte Anbauzeit). Oder weitere Beispiele: Korn dauert 12 Stunden, verdorrt in 24 Stunden. Erbsen dauern 2 Tage, verdorren in 4 Tagen. Und so weiter…

6.) Tiere verkaufen: Nach den vielen Quests gibt es bald eine ganze Meute von Federvieh, Schafen und Schweinen, welche Eure Farm belagern! Immer daran denken: Im Einkauf kostet ein Huhn 75, ein ausgewachsenes Huhn bringt Euch jedoch 80 – ein kleiner Gewinn also! Bei ausgewachsenen Schafen sind es gar 20 Münzen, die Ihr mit dem Verkauf erwirtschaftet. Wem die Viecher also irgendwann auf den Geist gehen: Der Verkauf von ausgewachsenen Tieren ist ein gutes Geschäft!

Diese Kuh hat schon bald ausgedient!

7.) Namensgebung: Ja, Ihr könnt Euer Weib, Euren werten Liebhaber und die liebe Nachkommenschaft umbenennen! Einfach ins Familienalbum klicken (findet sich unter “My Stuff”) und das gewünschte Familienmitglied anklicken – oben in der Maske könnt Ihr den Namen dann beliebig umbenennen.

8.) Schnell Geld verdienen: Am schnellsten Geld verdient Ihr, wenn Ihr Kleeblätter oder Tomaten pflanzt und den ganzen Tag minütlich erntet. Problem: Die Energievorräte sind bei dieser Methode schneller weg, als Euer Farmer “Yeehaw!” rufen kann. Dazu kommt, dass Ihr praktisch mit jeder anderen Aktion auch irgendwie Geld verdient – sei es beim Aushelfen der Nachbarschaft, sammeln von täglichen Boni (im “Store”) und und und… Geldprobleme sollten selbst Anfänger nicht bekommen.

9.) Schnell Erfahrung sammeln: Am schnellsten sammelt Ihr Erfahrung beim Kauf von Deco-Objekten (je teurer, desto mehr Erfahrung!) und dem Abernten von Saatgut – je länger dieses braucht, desto mehr Erfahrung erhaltet Ihr pro Feld (bei Erdnüssen stolze 13 Exp!).

10.) Dinner Triangle: Ruft die Familie zum Essen herbei! Wenn Ihr schon immer nach Eurem Sohn, Eurer Tochter oder den werten Eltern gesucht habt, weil sich diese mal wieder im Wald verirrt haben, dann kauft Euch das Dinner Triangle im Deco-Shop! Einfach draufklicken – schon kommt Eure Familie zusammen und bringt gleich auch noch alle Nachbarn mit, die auf Eurer kleinen Farm aushelfen wollen. Absoluter Pflichtkauf!

Die liebe Familie endlich vereint: Das "Dinner Triangle" machts möglich!

11.) Auf der Jagd nach Murmeltieren? Baut Kartoffeln an! Die kleinen Viecher stehen drauf! Und um die Viecher schneller platt zu machen, solltet Ihr die Felder am Rand der Karte anbauen – dort reicht meistens ein Schlag, um die knuffigen Tierchen von Eurem Land zu jagen! Dieselbe Methode gilt auch für viele weitere “Töte X Viecher”-Quests.

12.) Nutzt den Wunschzettel! Es mag langwierig sein, seine Farbeimer, Hämmer und Ziegelsteine für das nächste Bauprojekt zusammenzubekommen – aber genügend Nachbarschaft vorausgesetzt, kann dies ganz schnell verbessert werden! Täglich könnt Ihr einmal nach einem Gegenstand fragen, den Euch die werten Kollegen schicken können – auch ohne diesen vorrätig zu haben.

13.) Energie-Probleme? Besucht Eure Nachbarn! Für jeden besuchten Kollegen bekommt Ihr einen Energiepunkt gutgeschrieben UND Ihr habt die Möglichkeit beim Aushelfen weitere Energie abzustauben. Bei 10 bis 20 Nachbarn rechnet sich das schnell! Wer genug Saatgut und Bäume aberntet, erhält darüberhinaus noch genug Nahrung, um sich ein pralles Mittagsessen zu gönnen – diese wurden zwar dank zahlreicher Patches mittlerweile entschärft, bringen Euch jedoch noch immer satte 15 Energiepunkte!

Eine weiter Möglichkeit, wenn Ihr dringend neue Energie braucht: Die Sonnenblumen-Kollektion ist recht fix zusammengesammelt und bringt Euch stolze 8 Energie-Punkte. Die Hühner- und Murmeltier-Kollektion sind mit 4 Energiepunkten als Belohnung etwas öde – aber wer’s dringend braucht greift auch hier zu (zum Beispiel bei einer ungewollten Bären-Attacke)!

Übrigens: Spart Euch und Euren Nachbarn das Verschenken des kleinen Energiesnacks! Die 3 Energieeinheiten habt Ihr in Windeseile durch den Besuch der Nachbarschaft und Baumaterial (Ziegelsteine und Hämmer) sind im späteren Spielverlauf um EINIGES wichtiger!

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Jaja, ich weiß: Facebook-Spiele haben bei “Hardcore”-Spielern keinen besonders guten Ruf. Zu simpel, zu doof, zu “knuddeli-wuddelisch”. Zumindest im letzten Punkt bleibt auch FrontierVille der bisherigen Linie von Hersteller Zynga treu: Knuddelige Schäfchen, zuckersüße Comicgrafik und “Oh mein Gott ist der süüüß!!!”-Momente en masse treiben die Tränen selbst in die Augen von gestählten Militär-Ego-Shooter-Junkies.

Spätestens wenn ich den Namen Brian Reynolds nenne, horchen jedoch wirklich alle Zocker auf: Denn niemand geringeres als der schlaue Kopf hinter Alpha Centauri, Civilization II und Colonization steht hinter FrontierVille. Und, wie man von FarmVille weiß (Nutzerzahlen jenseits von Gut und Böse!!!) hat auch FrontierVille mit ähnlichen Erfolgsaussichten zu rechnen.

Der Charme des Spiel liegt nicht zuletzt an der genialen Beschäftigung des Spielers: Während man bei anderen Facebook-Spielen gerne mal zwei Stunden bis drei Tage auf seine “Ernte” wartet und den Rest der Zeit damit verbringt schwachsinnige Wörter auf Google zu suchen oder Wikipedia von vorne bis hinten durchzulesen, bringt FrontierVille volle Action von Anfang an: Erstmal fix einen Charakter erstellen, dann noch schnell den Planwagen aufmotzen, die ersten Steinchen beiseite räumen, einen Baum fällen, Hillbilly Jack auf dem benachbarten Stück Land besuchen, Freunde einladen, Küken füttern, Sterne sammeln, Essen sammeln, Herzchen (Ruf!) sammeln, Bienen sammeln, …. es gibt viel zu tun!

Wenn dann im späteren Spielverlauf noch eine Familie gegründet werden will und das verträumte Stück Land im Outback zu einer unter Volllast arbeitenden Farm-Oase verkommt, spätestens dann merkt der Spieler: “Oh verdammt, die Jungs von Zynga haben’s mal wieder geschafft. Ich bin süchtig. Na toll!”

Und wer jetzt sagt: “Ist doch alles wie bei FarmVille!”, der hat nur zum Teil Recht. Grafisch läuft das Ganze etwas aufpolierter und “noch” niedlicher. Der kultige Hillbilly-Soundtrack setzt zumindest meinereiner schon nach einer Stunde Spielzeit den inneren Strohhut auf.

Die wahren Neuerungen sind jedoch auf den ersten Blick nicht so leicht sichtbar: Der “Hilf deinen Nachbarn“-Aspekt ist erheblich wichtiger geworden und dient als neue Priorität im Spiel. Außerdem kann man den Nachbarn jetzt auch zusehen, wie sie über das eigene Stück Land rennen. Es gibt jede Menge Quests und neue “Live Action”-Aspekte (wie das Verprügeln von fiesen Schlangen), welche dem Spiel einen gewissen Hauch von Action-Adventure geben.

Fazit: Yeeehaw! Wer braucht schon Red Dead Redemption, wenn er kostenlos FrontierVille zocken kann? Spätestens wenn man sein erstes Murmeltier verprügelt hat und die ersten Schweinchen und das erste vermisste Schäfchen gefunden hat, ist man verliebt in das “neue” FarmVille. So, und ich schlage mein Zelt jetzt erstmal in der Wildnis auf und gehe auf Bärenjagd. Denn DAS ist richtige Männerarbeit! Jawollja!

Wer selbst mal probezocken will, der folgt diesem Link zur Facebook-App!

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Jedes "little China Girl" wäre stolz auf diesen Panda!

Es geht doch nichts über eine Runde Farmville: Gehirn abschalten und doof drauflosklicken – das kann jeder! Wie aber verdient man am schnellsten Geld, um die begehrten Villen und Häuser zu kaufen? Wie baut man seine Farm am besten: Lieber kreativ, oder doch auf Profit ausgerichtet? Ganz schön viele Fragen für so ein scheinbar simples Facebook-Game!

Hier also ein paar Tipps, wie man seine Farm schön aufbaut und an Geld kommt – leider zwei Sachen, die sich zunächst ausschließen, denn für viel Geld braucht man leider auch viel Ackerfläche!

Das heißt: Unnötige Kreativ-Accessoires werden erstmal verkauft oder sicher in der (Gott sei Dank!) mittlerweile vergrößerten Scheune ausgelagert! Keine Angst – in die Lagerfläche passen ganze Eiffeltürme und Villen! Insgesamt lässt sich das Lager mittlerweile auf 100 (!) Plätze ausbauen – genug Platz für jeden Schnickschnack!

Darauf beginnt man zu pflügen: Kein Kuddelmuddel, sondern ein Feld neben dem anderen über die größtmögliche Fläche gezogen! Jetzt könnt Ihr endlich mit dem Säen anfangen! Um Euch die Auswahl etwas leichter zu machen, hat meine (noch immer FV-begeisterte) Frau Nina zwei äußerst praktische Listen auf die Beine gestellt. Schaut sie Euch an, ladet Sie Euch runter oder druckt sie am besten gleich aus!

Für beide Tabellen gilt folgendes: “EXP (+1)” bedeutet ganz einfach, dass in den Erfahrungspunkten auch immer direkt das Pflügen mit einberechnet ist (daher +1). Beim Verdienst wurde berechnet: “Einkunft” MINUS “Kosten” MINUS “Pflugkosten (15 Coins)”

Um es nochmal möglichst simpel auszudrücken: Die folgende Tabelle listet die Anbaupflanzen nach Geld pro Stunde – wer theoretisch auf die Minute abbaut, findet ganz unten die besten Möglichkeiten sein Portemonnaie in kürzester Zeit aufzustocken.

Die zweite Liste hier vereinfacht Euch die zeitliche Planung und listet die Pflanzen nach Reife-Dauer: Unter den bei mir sehr beliebten 48 Stunden Pflanzen bietet zum Beispiel Broccoli den besten Ertrag – die Aubergine (Eggplant) hingegen den geringsten.

Immer daran denken: Wenn eine Pflanze 48 Stunden zum Reifen benötigt, ist sie erst nach 72 Stunden ein Fall für die Gemüse-Hölle – also “Reifedauer + 50 Prozent” entsprechen dem Ablaufszeitraum.

PS: Die mit **Sternchen versehenen Pflanzen waren zeitlich limitiert.

Soviel zum furztrockenen Zahlenquatsch. Was mach ich jetzt, wenn ich an Geld gekommen bin?

Nun, zuerst wird natürlich ordentlich eingekauft! Eine Villa schlägt dabei mit 1.000.000 Coins zu Buche, das kleinere Anwesen “nur” 600.000 Coins. Mittlweile sind einige Häuser dazu gekommen – genug, um daraus eine eigene Stadt zu machen und dem Farmleben “Goodbye!” zu sagen.

Wer sparen will, sollte sich also eine Summe setzen, wo er sagt: Soviel, und (erstmal) nicht weiter! Danach kann man sich dann kreativ austoben – vermeidet bitte nur die äußerst oft angetroffene Massentierhaltung! 40 Schildkröten nebeneinander gezwängt und die kompletten Seitenlinien der Farm mit Kühen ausgestopft – dies muss nicht sein!

Verkauft lieber ein paar Tiere und mischt sie miteinander, lasst sie frei durch die Gegend stolzieren oder legt kleine Gehege an. Dasselbe gilt für Bäume: Gut gemischt und etwas chaotisch verteilt entsteht ein natürlicher Eindruck!

Übrigens: Mit Heuballen lassen sich tolle Pixelbilder basteln, etwa Pac-Man, oder Super Mario. Darüberhinaus lässt sich durch den Stapeltrick dreidimensionale Optiken vortäuschen – am besten bei Zäunen und Heuballen.  Lasst Eurer Fantasie einfach freien Lauf!

Einen weiteren Beitrag von mir zum Farmville-Hype auf Facebook findet Ihr hinter diesem Link! Und jetzt viel Spaß beim Ernten, Säen und Geld verprassen!

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Farmville Fanatismus

by Daniel on 06.12.2009 · 3 comments

in Extraleben

5Ja, ich gebe es zu: Ich spiele Farmville! Facebook-User wissen sofort, was ich meine: Es handelt sich um das Spiel, welches die komplette Seite mit Meldungen wie “Karl hat eine einsame Kuh gefunden! Hilf Ihr!” oder “Laura hat ein rotes Bändchen für Baumkuscheln bekommen” zuspamt. Meine Meinung: Farmville rockt und bietet kreativen Sims-Fans eine großartige Spielwiese für langwierige Bürostunden.

Worum geht’s? Als Bauer kümmert man sich um seine Kühe, Schafe und Hühner, während Felder mit Korn, Tomaten und Rüben bestellt werden wollen. Was sich ziemlich spießig anhört, erweist sich schnell als Suchtspiel: Mittlerweile ist die Farmville-Community auf beinahe 65 Millionen aktive Mitglieder weltweit gewachsen und macht mit dieser Zahl sogar bekannte Netzwerke wie Twitter neidisch.

Farmville ist eine sogenannte Facebook-Application: Wer sich bei Facebook kostenlos anmeldet, erhält Zugriff auf jede Menge Spiele, Quizze und weitere, meist vollkommen sinnlose Community-Gadgets. Mit der gigantischen Anzahl aktiver Nutzer gehört Farmville zu den meistgespielten Online-Games bei Facebook – mittlerweile ist die Marke so erfolgreich, dass Hersteller Zynga das Spiel auch eigenständig im Internet zur Verfügung stellt. Zum Vergleich: Das erfolgreichste Online-Rollenspiel der Welt – World of Warcraft – umfasst “nur” 11 Millionen Nutzer.

FarmvilleAnfang Juni 2009 wurde Farmville veröffentlicht und war schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als eine Kopie. Thematisch ähnliche Spiele gab es schon vorher zuhauf: Farm Town von Slashkey zum Beispiel, oder die Harvest Moon Serie, deren erster Teil 1995 in Japan für das Super Nintendo erschien und deren zahlreiche Nachfolger heute auf Wii und Nintendo DS für fürsorgliche Bauernliebe sorgen. Selbst die Macher von Sim City (oder heutzutage: Die Sims) ließen sich 1993 zu einem Farmbesuch auf MS-Dos und Windows hinreißen: Sim Farm hieß der Titel, welcher jedoch in der Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit erregen konnte.

Der Schlüssel zum überschwenglichen Erfolg von Farmville liegt vor allem in der Vernetzung mit Facebook: Egal ob auf der Arbeit, im Urlaub, oder im heimischen Wohnzimmer: Die persönliche Farm ist überall erreichbar. Dazu kommt der Community-Gedanke: Auch Freunde sind mit ihrer eigenen Farm vertreten, welche besucht und ebenfalls gepflegt werden kann.

FarmvilleDabei fängt alles ganz klein an: Nachdem man sich seinen eigenen Farmer aus einer recht beschränkten Anzahl von Frisuren, Augen und Nasen zusammengebastelt hat, wird man auf ein kleines, rechteckiges Stück Land losgelassen:  Zuerst ist die Auswahl an pflanzbaren Samen stark begrenzt, doch mit der Zeit schaltet man neben Erdbeeren, Auberginen und Weizen noch viele weitere frei.

Mit jedem bestellten Feld verdient der strebsame Bauer Erfahrungspunkte; nach einer bestimmten Zeit (bei Erdbeeren sind es vier Stunden) darf geerntet werden, die gewonnenen Goldmünzen wandern auf das virtuelle Konto. Wer zulange wartet (bei Erdbeeren über acht Stunden), der lässt die Früchte verdorren und erhält kein Geld. Natürlich muss man während dieser Zeit nicht vor dem PC hocken – wer spät abens Tomaten pflanzt, kann diese nach acht Stunden beruhigt am nächsten Vormittag ernten.

Eine weitere Möglichkeit an Geld zu kommen sind Bäume und Tiere – einmal auf der Farm verteilt, bringen diese im Tagesrythmus einen kleinen Bonus. Der Vorteil: Weder Bäume noch Tiere können “schlecht” werden – sie begleiten den Farmer also sein ganzes Leben lang (was auf einigen Farmen für äußerst dicht gedrängte Massentierhaltung sorgt).

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Neben Geld spielt auch der Erfahrungsbalken eine große Rolle: Mit jedem gekauften Gegenstand und geernteten Feld levelt der Farmer weiter auf. Je weiter man levelt, desto mehr Optionen zur Farmgestaltung gibt es: Von der obligatorischen Farmvergrößerung, über neue Bäume und Gegenstände – hieraus erzielt Farmville seinen wesentlichen Reiz. Zusätzliche Anreize bietet das durchdachte Community-System: Desto mehr Nachbarn neben der heimischen Farm siedeln, desto größer kann man expandieren. Dazu kommt, dass man die Farmen der Nachbarn besuchen kann und sich gegenseitig Geschenke schicken kann.

Zuletzt versüßt Zynga seinen Nutzern die Farmville-Zeit durch Jahreszeit-spezifische Gegenstände: Passend zu Weihnachten werden Rentiere verteilt, ein Weihnachtsbaum gepflanzt und Weihnachtssterne angebaut. Einige Farmer verdienen ihren virtuellen Ruhm mittlerweile mit wahren Kunstwerken: Per Stapeltechnik werden 3D-Objekte vorgetäuscht, per farbiger Heuballen Pixelnachbauten von Super Mario, Pac Man und Co. auf den Farmboden gezeichnet.

Farmville richtet sich an Nutzer jeden Alters und sorgt für mehrere, unterhaltsame Stunden vor dem PC. Vor allem Fans von Aufbauspielen fühlen sich gleich heimisch: Die Optik ist niedlich verspielt, die Kontrollen simpel und übersichtlich, der optionale Sound entspannend.

Negative Kritik aus den Medien gibt es derweil für die optionale Geldausgabe: Wer spezielle Objekte kaufen will, kann auch ganz reales Geld dafür ausgeben. Darüberhinaus gibt es die Option diverse Abos und Newslettern für virtuelles Farmgeld einzutauschen – wer sich auf so etwas einlässt, sollte sich über versteckte Kosten und Abzocke nicht wundern.

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community big

Damals bin ich noch mit meinem Passwort-Heft bewaffnet zu einem Freund spaziert (zu Fuß!!! mehrere Kilometer!) und habe in selbst betitelter Real-Community-Exchange-Work Nintendo-Spiele am Fließband durchgezockt. Das heißt: Ich durfte solange zocken, bis ich ein Leben verlor und vice versa. Zum Glück hauchte man damals seine  virtuellen Leben recht schnell aus – nichts im Vergleich mit an jeder zweiten Ecke verteilten Rücksetzpunkten, unendlich Leben wie bei Call of Duty: Modern Warfare 2 oder nach jeder Feindbegegnung abspeichern.

mario kartNur wenige Jährchen danach erblüht der Splitscreen-Modus auf heimischen Konsolen und lässt diese über Super Mario Kart bis zum inoffiziellen Vorgänger von Perfect Dark zur genialen Party-Alternative werden. Wer besäuft sich mit Kollegen in der Altstadt, wenn er sich anstelle dessen mit drei Freunden auf einem gigantischen Röhrenfernseher (mindestens 68 Zentimeter!!!) rote Schildkrötenpanzer oder außerirdische Laserstrahlen um die Ohren hauen kann?

Gefühlte 1000 Jahre später erblüht meine Xbox 360 im neuen Community Licht: Facebook, Twitter, Last.fm und wie sie nicht alle heißen finden Einzug auf meiner geliebten Dadddelkiste. Selbst PS3-Jünger bleiben nicht verschont: Auch hier macht sich die Facebook-Seuche breit.

ken mastersPlötzlich reichen nicht mehr “nur” drei Freunde – mittlerweile stapeln sich meine Gönner im dreistelligen Bereich, darunter jedoch auch Leute wie der “Hannes”, den ich noch aus der vierten Klasse kenne, damals in Street Fighter 2 abgezogen und seitdem nicht mehr wiedergesehen habe. Oder natürlich die Freunde meines Freundes Freundin, deren Namen ich mir nur per Facebook merken kann.

Die Frage ist berechtigt und wichtig: Wieviel Community braucht eigentlich ein Gamer?  Und ist diese Frage so sehr verschieden von “Wieviel Community braucht eigentlich der Mensch an sich?”. Eine philosophische Abhandlung über modernes Gruscheln, Anstupsen, Gruppen-Nase-Bohren und Radio hören mit mehreren Leuten gleichzeitig – garantiert voll virtuell und voll nicht echt!

Zu Anfang: Ich muss gestehen, dass ich langsam aber sicher zum facebook- und Twitter-Zombie verkomme. Schnell noch die letzte Blog-News per Twitter um die halbe Welt geschickt, schnell noch den letzten Tropfen Milch aus den virtuellen Kühen meiner Farmville-Ranch gequetscht und ganz dringend: Die letzten Bejeweled Blitz Highscores checken und so schnell wie möglich wieder zur Spitze spielen!

Der Xbox-Auftritt von facebook überrascht mich in der Hinsicht eher negativ: Kein einziges Spiel lässt sich bequem vom Sofa zocken. Klar, ich kann sehen, dass Mister Wong mal wieder in Café World expandiert hat, oder dass Miss Chen am Quiz “Wer hat die längsten Hängetitten?” teilgenommen hat – aber selbst daran teilnehmen? Fehlanzeige! Ich surfe also meine Community ab, schau mir einige Fotos an (immerhin: dies klappt reibungslos!) und… stehe dort, wo ich am Anfang stand.

twitterTwitter hingegen erweist sich auch auf der Xbox 360 als praktisch: Wer seinen faulen Popo nicht zum PC bewegen will, bleibt halt den ganzen Tag auf dem Sofa up to date. Steffie twittert, dass ihr Freund Tobi Schluss gemacht hat, weil er die Beziehung langweilig fand. Tobi twittert, dass seine neue Gina echt knackige Oberschenkel hat und Gina twittert, dass sie sich Fett absaugen hat lassen.

Sinnvolle Twitter gehen im Community-Chaos schnell unter: So twittern bekannte Größen aus der Videospielkultur aus dem Nähkästchen, Spiele-Blogs verraten euch die heißesten News und Spiele-Shops verraten geänderte Erscheinungstermine.  Ebenfalls praktisch: Jeder deutsche Bahnhof twittert zeitnah Verspätungen – so kann man sich die PSP- und DS-Session auf der kalten Bahnhofsbank besser einteilen. Wer seine Lieblingstwitter vernünftig wählt, verbindet sich mit einem der schnellst-aktualisiertesten News-Feeds der Neuzeit.

Auswirkungen auf aktuelle und kommende Spiele? Zumindest bei mir: NADA! Sowohl facebook als auch Twitter bringen für mich persönlich keinerlei Mehrwert hinsichtlich Spielspaß oder Nutzen: Ich werde weder mit “Hannes” eine Runde Street Fighter 4 online zocken, noch mit hakeliger Joypad-Tastatur die tollen Farmville-Bilder von Miss Chen kommentieren. Was mich fast zur nächsten Frage führt: Wer nutzt eigentlich die Tastatur für eine Konsole (egal in welcher Form)?

Bevor ich noch weiter lamentiere, hier mein kleines Fazit: Konsoleros sind im KERN noch immer jung gebliebene Single-Player. Ich weiß, damit lehne ich mich weit aus dem Fenster – aber ich persönlich zocke seit Anbeginn aller Zeiten – und zumindest für mich passt dieser Satz.

Ja, es ist toll, wenn ich mit meinen Freunden online zocken kann, online chatten kann, online rauchen, saufen und “fett abgehen” kann (besonders bei billigen Tanzspielchen im Playstation Home)… ABER wie oft macht man sich schon die Mühe den werten Kollegen um kurz nach Mitternacht wachzuklingeln, das Headset aus der Schublade zu kramen (ein ganz schöner weiter Weg für einen Sofa-Menschen!) und dann noch den ganzen Verbindungskram (Partyeinladung versenden, annehmen, “hörst du mich?”, “check one, check two”) zu erledigen…

Und wer schon zu faul ist mit GUTEN Freunden gemeinsam zu zocken – wem bringen da Pseudo-Internet-Freundschaften wie facebook und Co. wirklich weiter?

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Popcap Square Enix GyromancerNein, ich würde mein Kind nicht Gyromancer nennen, aber Square-Enix und Popcap scheinen da anderer Ansicht zu sein. Der japanische Musterkonzern für traditionelle Rollenspielserien und die Browser-Game-Spaßfabrik Popcap (u.a. bekannt für Spiele wie Bejeweled, Plants vs. Zombies, Zuma) gehen eine unheilige Ehe ein und gebären ein teuflisches Baby, welches die verbleibende Lebenszeit aus den Spielern saugen will. Das Puzzle-RPG Gyromancer dürfte vor allem denjenigen gefallen, die schon der Sucht nach Puzzle Quest: Challenge of the Warlords verfallen sind (und den Nachfolger Puzzle Quest: Galactrix genauso enttäuschend fanden, wie meinereiner).

Ähnlich wie beim Konkurrenten von Vicious Cycle Software (erschienen für PSP und Xbox Live Arcade) bestehen auch bei Gyromancer die zahlreichen Kämpfe gegen fiese Dämonen und dämonische Fieslinge aus knackigen Knobeleinlagen. Verschiebt bunte Steinchen so, dass sie miteinander Reihen bilden. Diese lösen sich dann auf und entfesseln diverse Kräfte. Dem Spielsystem zugrunde liegt das aus Facebook bekannte Bejeweled Twist.

Gyromancer Ebenfalls mit in der Mixtur enthalten ist eine gewaltige Portion Pokémon: Eifriges Sammeln von über 50 verschiedenen Monstern und das mühsame Aufpeppeln derselben beschäftigen für Stunden. Erscheinen wird Gyromancer als Download für Xbox Live Arcade und PC am 18. November.

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